StudentenprotesteFoto: fajo_d / flickr.com
News | Studium
Montag, 23. August 2010

Studentenproteste gegen Bologna-Abschlüssen zeigen erste Wirkung

Seit auf der Bolognakonferenz die einheitlichen Bachelor- und Masterabschlüsse eingeführt wurden, hagelt es immer wieder Kritik. Schneller, straffer und international anerkannter sollten die neuen Abschlüsse sein, doch Studenten klagen u.a. über Zeitmangel, den Lernstoff auch in den angedachten sechs Semestern bewältigen zu können.

Immer wieder gab es Proteste gegen die Umstellung der Studienabschlüsse auf Bachelor und Master sowie gegen die mangelhafte Umsetzung der Bologna-Hochschulreform, doch jetzt zeigen die Proteste erste Wirkung. So beschloss die Kultusministerkonferenz bereits im Februar 2010, die Vorgaben vom einstigen Beschluss in vielen Punkten anzupassen oder zu verbessern.

Längere Studienzeiten

Demnach soll der Bachelor-Abschluss weiterhin der Regelabschluss bleiben, der auch ein berufsqualifizierendes Profil darstellen soll. Das anschließende Masterstudium soll als zusätzlicher berufsqualifizierender Abschluss angesehen werden. Neu ist auch, dass Bachelorstudiengänge jetzt auch bis zu acht, anstatt nur bis zu sechs Semestern dauern können.

Viele Hochschulen haben zu Masterstudiengängen bestimmte Zulassungsvoraussetzungen eingeführt, weshalb Studenten fürchteten, mit einem „nicht vollwertigen“ Bachelorabschluss auf dem Arbeitsmarkt weniger gute Chancen zu bekommen.

Laut Peter Wex, einem Experten für Bildungsrecht, sei aber das Berufsbild ausschlaggebend, welches sich eindeutig von der jeweiligen Berufsbefähigung unterscheidet. Da in den früheren Diplomstudiengängen die zweite Stufe des jeweiligen Studiums sozusagen das Vollbild des Berufs erfüllte, streben die Studierenden vor allem in Natur-und Ingenieurswissenschaften den aufbauenden Master an. [mehr]

Studentenproteste

Foto: © fajo_d / flickr.com

(MR)

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