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News | Studium
Montag, 30. August 2010

Virtuelle Vorlesungen

Online-Vorlesungen an den Universitäten sollen immer mehr Menschen zum Studieren motivieren. Gerade bei Berufstätigen, Auslandsstudenten oder jungen Leuten mit Familien liegt das virtuelle Lernen im Trend. Bereits acht Universitäten in Deutschland nutzen laut einem Bericht von Spiegel Online das E-Learning als Lockmittel, um mehr Menschen davon zu überzeugen, sich an der Uni einzuschreiben.

Die virtuellen Vorlesungen wurden durch das Projekt „Ungleich besser“ ins Leben gerufen, welches durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit 25.000 Euro pro teilnehmende Universität bezuschusst wird. Das Projekt soll dabei insbesondere auf die verschiedenen Lebensweisen der Studenten eingehen und vielseitige Strategien entwickeln, die das Studieren auch unter besonderen Lebensumständen wie Berufstätigkeit und Familiensuchwachs ermöglichen.

Der Mathematik und Informatik-Student Ivaylo Mateev aus Bulgarien studiert an der Universität Osnabrück und nutzt die Vorlesungen per Videostream unter anderem, um sich die Zeit besser einzuteilen (er arbeitet nachts als Softwareentwickler) und Sprachbarrieren zu überwinden. Bei Verständnisproblemen kann er sofort online nach Begriffen bzw. Übersetzungen nachschlagen, ein Vorteil der virtuellen Vorlesungen, der ihm das Lernen in der Fremdsprache um einiges erleichtert.

Andreas Knaden vom Zentrum für Informationsmanagement und virtuelle Lehre sieht im Gespräch mit Spiegel Online gerade im Bereich E-Learning die Zukunft und hat im Bezug auf das Studium per Videostream nur positive Erfahrungen gesammelt. Nicht nur der Zeitfaktor spielt eine wesentliche Rolle, sondern die Vorlesungen und Folien sind anschließend im Internet für die Studenten nachhaltig gespeichert und abrufbar. Er geht davon aus, dass sich das Bild eines typischen Studenten zukünftig ohnehin verändern wird und Vorlesungen mit Videostreams, die anschließend per Mausklick online gestellt werden können, nur auf diesen Trend hinarbeiten. [mehr]

(ED)

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