Sex auf dem Campus ist offenbar beliebtFoto: Moni Sertel / Pixelio.de
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Freitag, 3. September 2010

Sex auf dem Campus ist beliebter denn je

Einer neuen Studie zufolge haben sich 19 Prozent der deutschen Studenten schon einmal an der Universität oder Hochschule vergnügt – und zwar nicht beim wälzen von Büchern. Sex auf dem Campus oder in der Bibliothek scheint demnach beliebter zu sein, als man denkt. Für sogar 70 Prozent der Studierenden spricht nichts dagegen, seiner Lust auch an solch einem öffentlichen Ort freien Lauf zu lassen.

In dem Wissen, dass die Studenten für ihre Liebes-Aktivitäten rechtlich kaum zur Verantwortung gezogen werden, gelten selbst so verstaubte Orte wie die Uni-Bibliotheken als bevorzugte Plätze für das Liebesspiel. Das Studentenmagazin „Unicum“ befragte diesbezüglich in einer nicht repräsentativen Internet-Umfrage 1.500 Studenten, die anscheinend am Studienort nicht nur geistig tätig, sondern gern auch körperlich aktiv werden.

„Unicum“ widmet sich in seiner aktuellsten Ausgabe vor allem der Frage, ob Geschlechtsverkehr an der Universität allgemein geahndet wird bzw. zur Anzeige gebracht wird. Der dazu befragte Anwalt für Strafrecht konnte jedoch alle Fans von Sex außerhalb der Schlafzimmerwände beruhigen. Selbst wenn die Studenten beim Liebesakt erwischt werden und ausser der peinlichen Berührtheit auch eine Anzeige erhalten, werden die Verfahren meist eingestellt. Erregung öffentlichen Ärgernisses zählt demnach anscheinend zu den harmloseren Delikten und lässt alle „Übeltäter“ aufatmen. Das bunte Treiben in den Universitätsgebäuden kann also fröhlich weitergehen. Nur das Risiko eines Platzverweises oder einer Verwarnung muss man in Kauf nehmen.

Lediglich 24 Prozent der befragten Studenten stehen dem Geschlechtsverkehr auf dem Campus sehr skeptisch gegenüber. Auch wenn schon viel diskutiert unter den Kommilitonen am Stammtisch, verschieben diese ihr Schäferstündchen dann lieber in die heimischen vier Wände. Freie Liebe hat anscheinend doch ihre Grenzen.

(ED)

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