Trinken, bis der Arzt kommt: Kreative Aufnahmerituale an der UniFoto: Stachelbaerle / PIXELIO
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Freitag, 10. September 2010

Komasaufen als Aufnahmeritual an der Uni

Ein Aufnahmeritual für Studenten an der Eliteuni European Business School in Rheingau begann mit harmlosen Trinkspielchen und endete für einige Teilnehmer mit Ausnüchterung auf der Intensivstation.

Amerikanische Unis sind für Ihre teilweise ausufernden Aufnahmerituale weltweit bekannt. Ein Beispiel daran nahmen sich die älteren Studenten der European Bussines School (EBS) und veranstalteten zum Semesterstart mit 250 Neuankömmlingen ein Ritual in amerikanischer Tradition, wie die „Financial Times Deutschland“ berichtete. Das Ganze hat sich an einem Weinberg zugetragen, fing mit einer Runde Kurzer an und endete mit einer Mischung aus Bier und Milch. Die Aufgaben, die sie währenddessen bewältigen mussten, beschränkten sich auf Purzelbäume schlagen, Fische küssen sowie durch den Bach schwimmen.

Die Mutproben gab es nicht zum ersten Mal an der EBS. Dieses Jahr ist es aber „völlig aus dem Ruder gelaufen“ berichtete ein Student, der alles mit verfolgt hat. Nachdem die Studenten immer lauter wurden, musste die Polizei einschreiten. Mit Hilfe eines Hubschraubers wurden zehn bewusstlose Studenten gefunden und ins Krankenhaus befördert.

Die Leitung der Universität zeigte sich entsetzt über das Geschehene und schließt eine Streichung der Protagonisten aus der Liste der Studierenden nicht aus. Die 250 Teilnehmer sollen sich bei einer Vollversammlung öffentlich entschuldigen und mit ehrenamtlichen Diensten Entschädigung leisten. Wer so hohe Studiengebühren zahlt (34.500 Euro) und sich krankenhausreif betrinken kann, dem macht auch das bisschen ehrenamtliche Arbeit auch nicht viel aus.

(LL)

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