Ein Studienabbruch muss keine Katastrophe seinFoto: www.JenaFoto24.de / PIXELIO
News | Studium
Montag, 20. September 2010

Jeder Dritte bricht sein Studium ab

In Deutschland brechen jährlich zwischen 55.000 und 70.000 Studenten ihr Studium aus verschiedenen Gründen ab. Wer rechtzeitig reagiert, kann seinen Abschluss mit einem durchdachten Studienfachwechsel trotzdem retten. Doch selbst nach einer Exmatrikulation bieten sich Abbrechern vielfältige Möglichkeiten –Internetplattformen und Stellenbörsen bieten Hilfe bei der Jobsuche.

Finanzielle Engpässe, verhauene Prüfung oder einfach das falsche, doch nicht den eigenen Interessen entsprechende Studienfach: Die Gründe für ein vorzeitiges Ende des Studiums sind vielfältig, müssen aber nicht zwangsläufig auch das Ende der akademischen Laufbahn bedeuten. Sofern kein existenzbedrohender Geldmangel der Grund der Studienaufgabe ist, sondern ein Fehlgriff bei der Wahl des Studienfaches, können Studenten heute besser denn je mit einem Wechsel des Faches reagieren.

Dabei sollten Studenten allerdings nicht überstürzt handeln. Erst wer sich nach zwei Semestern nicht in seinem Studienfach wohlfühlt, sollte einen Wechsel ins Auge fassen, erklärt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk. Durchhalteparolen bei einem Gefühl des Unbehagens seien dagegen die falsche Reaktion für Studienanfänger, so Grob weiter.

Dabei kommt Studenten die Umstellung der Studienabschlüsse auf Bachelor und Master zugute: Durch die Vielzahl an ausdifferenzierte Spezial- und Schnittstellenfächer ist die Chance, ein ähnliches Studienfach zu finden, recht groß. Auch die Chance, sich durch den Wechsel auf ein verwandtes Studienfach sogar Leistungen anrechnen zu lassen, ist dadurch recht groß. Speziell in technischen Fächern ist die Verwandschaft oft groß.

Doch auch Universitäten und die auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesene Wirtschaft haben ein großes Interesse, die Zahl der Studienabbrecher möglichst gering zu halten. Dabei helfen soll ein neues Frühwarnsystem, das mögliche Studienabbrecher frühzeitig erkennt, um daraufhin entsprechende Beratungsangebote unterbreiten zu können. Studenten bieten sich dabei eine Reihe von Möglichkeiten, angefangen von Fachschaften, AStA oder Hochschulberater bei den Arbeitsagenturen.

(LL)

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