Sparen muss gelernt seinAls Student hat man es nicht so dicke - aber fast überall gibt es Möglichkeiten zum Sparen! Foto: Thorsten Freyer / PIXELIO
News | Finanzen, Studium
Dienstag, 12. Oktober 2010

So können Studenten Geld sparen

Dass ein Leben als Student neben der ganzen Büffelei, den nicht enden wollenden Mensapartys und Studentenfeten auch finanzielle Vergünstigungen mit sich bringt, vergessen viele. Pünktlich zum Start des Wintersemesters hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen einen Überblick über hilfreiche Spartipps für alle Studienanfänger zusammengestellt.

Das Studentenleben kann sich für Neuankömmlinge zu Beginn als recht verwirrend erweisen: Alles ist neu und es braucht seine Zeit, bis die Speisepläne der Mensa auswendig gelernt und alle Hörsäle ausfindig gemacht sind. Doch schon bald zeigen sich all die Vorzüge, die das Studentendasein beinhalten kann. Dazu gehören auch zahlreiche finanzielle Vorteile, von deren Existenz die meisten Studierenden gar nichts wissen.

„Studierende bekommen während ihres Studiums zwar nichts geschenkt, aber vieles günstiger, sobald sie eine Studienbescheinigung vorlegen oder ihren Studentenausweis zücken“, so die Verbraucherzentrale NRW. Zu verschiedenen Themen rund um Wohnen, Telefon, Internet oder kulturellen Vergnügungen hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalens nützliche Tipps für Studierende zusammengestellt.

Wohnen: Für viele bedeutet der Beginn des Studiums auch gleichzeitig den lang herbeigesehnten Auszug aus dem Elternhaus. Endlich unabhängig sein, kommen und gehen wann und wohin man will – doch auf die Annehmlichkeiten des elterlichen Haushaltes muss man dann verzichten. Haben die Eltern ein Leben lang für das leibliche Wohl, für frische Wäsche und die Stromkosten gesorgt, heißt es nun Eigeninitiative zeigen. Vor allem sollte überlegt werden, ob und wie sich eine eigene Wohnung finanzieren lässt. Eine kostengünstige Variante wäre da eher ein WG- oder Wohnheimzimmer, denn diese sind meisten deutlich günstiger, als für die eigenen vier Wände finanziell komplett allein aufkommen zu müssen. Kleine Studentenbuden, selbst wenn sie nicht mehr als ein Zimmer haben, können ja bekanntlich vergleichsweise ziemlich teuer sein. Zwar gibt es die Möglichkeit, durch Wohngeld oder BAföG an finanzielle Unterstützung zu kommen, in der Regel haben aber hauptsächlich Studenten mit Kindern, Studierende, deren Eltern als einkommensschwach gelten oder verheiratete Paare, bei denen einer der beiden Partner kein BAföG-Empfänger ist, die Chance, diese Unterstützung auch wirklich zu bekommen. Kann ein Student nur ein geringes Einkommen nachweisen, können auch Wohnberechtigungsscheine beantragt werden, um eine kostengünstige Sozialwohnung zu bekommen.

Telefon und Internet: Viele Telefon-Anbieter wie die Deutsche Telekom bieten mittlerweile günstige Studententarife, bei denen man für wenig Geld viel Leistung geboten bekommt. Wer auf der Suche nach solch einem Angebot ist, sollte jedoch im Vorfeld die besten Angebote vergleichen, um auch wirklich einen preiswerten Tarif zu bekommen, der dem jeweiligen Surf- und Telefonverhalten dann auch entspricht.

Kultur: Der Studentenausweis erweist sich vor allem im kulturellen Alltagsleben als besonders wertvoll, denn egal ob im Zoo, im Kino oder im Theater, fast überall bekommen Studenten Preisnachlass. Auch in Fitness-Clubs, in Copyshops und bei Abos von Magazinen gibt es inzwischen bei Vorlage des Studentenausweises Rabatte.

Radio- und Fernsehgebühren: In den meisten Studentenhaushalten befinden sich auch Rundfunkgeräte, die bei der GEZ gemeldet sein sollten. Dafür müssen in der Regel monatlich 17,89 Euro bezahlt werden, von denen BAföG-Empfänger aber befreit sind. Entscheiden sich Studenten aber doch bei den Eltern wohnen zu bleiben, müssen eigene Radio- und Fernsehgeräte nur dann auf ihren Namen angemeldet werden, wenn sie über ein Einkommen von mehr als 289 Euro verfügen. Informationen sowie alle erforderlichen Formulare sind unter www.gez.de oder auch bei der Beratungsstelle für Rundfunkgebühren www.beratungsstelle-rundfunkgebuehren.de erhältlich.

Mobilität: Ist man als Student auf die Bahn angewiesen und bekommt über den Semesterbeitrag nicht gleichzeitig auch ein Ticket für eine freie Bahnfahrt, ist die Anschaffung einer Bahncard ratsam. Bis zum 26. Lebensjahr bekommen alle Studenten beim Kauf der Bahncard 25 oder 50 Preisnachlässe und können somit um Einiges günstiger Bahn fahren. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte anstatt einer überteuerten Vollkasko-Versicherung, die Mitgliedschaft in einem Automobilclub in Erwägung ziehen, die es ebenfalls zu Studententarifen gibt. Bei einer Panne ist so für schnelle Hilfe gesorgt.

Kontoführung: Bei den meisten Banken sind Kontoführung und EC-Karte für Studenten tatsächlich kostenlos. Nach dem Studium sollte der jeweiligen Bank die Veränderung aber auch mitgeteilt werden, da die Studentenvergünstigungen nun nicht mehr gelten und es sonst zu teuren Nachforderungen kommen könnte.

Es gibt sicherlich noch mehr Möglichkeiten, bei denen man als Student besondere Vergünstigungen erhält. Um also den einen oder anderen Cent bzw. Euro zu sparen, ist es daher ratsam, den Studentenausweis immer bei sich zu tragen.

(MR)

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