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News | Hochschulen, Studium, Wohnen
Montag, 18. Oktober 2010

Ansturm auf Bamberger Uni

Deutschlands Unis erleben derzeit einen wahren Run auf ihre Studienangebote – eine Hochschule nach der anderen vermeldet neue Immatrikulationsrekorde. Auch die Otto-Friedrich-Universität bleibt nicht von der Studentenflut verschont und hat inzwischen mit 10.000 Studierenden sogar die Nachbar-Universität in Bayreuth überholt – mit durchaus negativen Folgen.

Knapp 3.000 Studienanfänger haben sich für das kommende Wintersemester an der Otto-Friedrich-Uni eingeschrieben, die damit zum ersten Mal die 10.000-Grenze überschritten hat. Insgesamt sind es 10.114 Studenten in der bayerischen Uni – knapp 250 mehr als in der Nachbar-Universität Bayreuth und 10 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

„Viele kommen von außen nach Bamberg. Das zeigt uns: Bamberg ist als Studienort sehr attraktiv“, erklärte Professor Dr. Godehard Ruppert, Präsident der Otto-Friedrich-Universität, den enormen Studentenzuwachs. Besonders attraktiv erschienen den Neuankömmlingen die Studiengänge Psychologie, Wirtschaftspädagogik und Betriebswirtschaftslehre.

Vorraussetzung für einen erfolgreichen Start ins Studium ist allerdings erst einmal eine Bleibe. Neuankömmlingen bieten sich dabei einige Möglichkeiten,ein neues Zuhause zu finden – eine davon ist in einen Studentenheim zu ziehen, eine anderen Möglichkeit wäre, eine WG zu gründen oder eine bereits bestehende WG aufzusuchen und dorthin zu ziehen. Studenten mit etwas größerem Budget können auch auf Mitbewohner verzichten und eine eigene Wohnung mieten. Der Ansturm auf freie Wohnungen und WGs ist allerdings so riesig, dass sich die Suche nach einer Bleibe nicht so einfach gestaltet, wie gedacht.

Doch ganz verzweifeln sollen die Wohnungssuchenden nicht. Hilfe kommt von der Uni-Leitung und der Stadt selbst – sie forderten die Vermieter auf, alle freien Wohnung und Zimmer dem Studentenwerk zu melden, damit die Suche schneller vorangeht und alle zeitig ihren Platz zum Wohnen finden. Außerdem sollen ab dieser Woche leer stehende Gemeinschaftsräume in Studentenwohnheimen zu Notquartieren umgewandelt werden.

(LL)

Eine Antwort auf Ansturm auf Bamberger Uni

  1. Marie sagt:

    Das kann ich als Bamberger Erstsemesterstudentin nur bestätigen! Die Hörsäle sind teilweise völlig überfüllt und Wohnungen gibt es viel zu wenige. Und zu den Notquartieren: Gerüchten zufolge will die Stadt ein „Notschiff“ einrichten, sodass die noch obdachlosen Studenten wenigstens auf dem Wasser wohnen können. Wie soll das erst nächstes Jahr beim doppelten Abiturjahrgang werden…?

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