Vor zwei Jahren entschied sich Universitätsklinikum Giessen und Marburg (UKGM), den Lernstoff besser an die Studenten zu vermitteln. Mit Unterstützung des so genannten Audience Response Systemen sollen die Studierenden sich mehr an den Lernveranstaltungen beteiligen. Andere deutsche Hochschulen wenden ebenfalls diese Methode an – mit Erfolg.
Studenten, die während ihrer Vorlesungen lieber im Café sitzen anstatt sich im Hörsaal neues nützliches Wissen anzueignen, werden jetzt eines Besseren belehrt. Zumindest an einigen deutschen Hochschulen gestalten sich die Vorlesungen geistreicher und belehrender als üblich. Mit Unterstützung des „Audience Response Systemen” wird an einigen Universitäten versucht, den Studenten mehr Wissen zu vermitteln.
An der Universitäts-Hautklinik in Gießen hält Professor Andreas Jung z.B. Vorträge via Power-Point-Präsentation und stellt nachher gezielt Fragen zu dem Thema, die beispielsweise mit Multiple Choice beantwortet werden können. Um zu erkennen, wer was richtig oder falsch beantwortet hat, bekommen die Studenten am Anfang der Vorlesungen kleine schwarze Geräte vom Professor, die mit Hilfe drahtloser Netztechnik mit ihm verbunden sind. Vergleichbar mit „Wer-wird-Millionär” können sich die „Kandidaten” per Knopfdruck für eine der vorgegebenen Antworten entscheiden. Das Ergebnis taucht dementsprechend in der Präsentation auf, der Proffessor hat dann die Möglichkeit, das Resultat auszuwerten.
Auch andere Hochschulen haben sich an dieser Methode versucht. Eine davon ist die Universität Duisburg-Essen, die von Audience Response System profitiert hat. Professor Ludwig Mochty von der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät stellte eine sichtlich bessere Wissensvermittlung fest, insbesondere bei Studierenden, die in den Vorlesungen „geschwächelt” hatten. Die selbe Erfahrung machte auch Professor Markus Friedrich von der Fakultät für Bauingenieurwesen in Stuttgart. Auch seine Studenten warten von Audience Response Systemen angetan.
Zwar ist diese Methode bundesweit noch nicht so verbreitet, sie kommt aber bei den Studenten, die es selbst erlebt haben, gut an und vermittelt das nötige Wissen, was den ein oder anderen fehlt.
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