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Freitag, 3. Dezember 2010

Konstanzer Universitätsbibliothek wegen Asbest geschlossen

An einer Konstanzer Universität müssen die Studenten seit inzwischen knapp einem Monat auf ihre Uni-Bibliothek verzichten. Grund für die Schließung des Lesesaals ist eine Asbest-Verseuchung, die nicht so schnell behoben werden kann wie gedacht, da gleich mehrere Ursachen für den Befall festgestellt worden sind. Studenten müssen sich nun eine Weile gedulden, bis sie wieder ihren Wissensdurst löschen können.

Die Universitäten Mannheim und Münster müssen wegen den überfüllten Bibliotheken Parkscheiben verteilen, damit auch wirklich jeder zum Lesen und Lernen drankommt. Volle Bibliotheken gibt es sicherlich auch an anderen Hochschulen. Umso schlimmer kam es für die Uni Konstanz: Anfang November wurde in der Bibliothek der Universität eine unerfreuliche Entdeckung gemacht. Es wurden Bücher gefunden, die Asbest-Fasern enthielten. Von den 2 Millionen Bücher, die in der Bücherei vorhanden sind, müssen 1,5 Millionen gereinigt werden.

Bis vor kurzem konnten die Ursachen für die Asbest-Fasern nicht gefunden werden, erst diese Woche wurden einige der Quellen ermittelt. Sp gelten Spritzasbest an Eisenträgern, die Dichtungsmasse an den Lüftungsanlagen, asbesthaltige Dichtungskordeln und Plattenbaustoffe als die Verursacher dieser kleinen Katastrophe an der Uni. Leider sind es wohl nicht die einzigen Quellen, wie die Uni-Sprecherin, Julia Wandt, vermutet. Erst, wenn alle Verursacher des Asbestproblemes ermittelt sind, kann mit der Sanierung der Bibliothek begonnen werden.

Solange macht sich die Uni Gedanken, wie sie am besten noch verfahren können, damit die Leser möglichst schnell zu ihren Büchern finden. Als Lösung sollen die 1,5 Millionen Bücher geputzt und auf Vordermann gebracht werden – dafür sollen eine Menge Reinigungsfirmen sorgen. Doch trotz der vielen Putzkraft müssen sich die Studenten in Geduld üben, denn die Putzaktion soll voraussichtlich erst nächstes Jahr im Januar starten.

(LL)

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