Stephanie Hofschlaeger / PIXELIOStephanie Hofschlaeger / PIXELIO
News | Finanzen, Studium
Freitag, 10. Dezember 2010

Studierende in Hannover protestierten vor dem Landtag

Studenten in Hannover hatten die Nase voll und protestierten gestern trotz der Sperrzone direkt vor dem Landtag. Grund für den Protest war die bevorstehende Erhöhung des Beitrages zum Studentenwerk und der Raummangel an den Hochschulen. Bereits zwei Tage zuvor gab es an der Leibnitz Universität eine Versammlung, bei der die Studierenden ihre Unzufriedenheit wegen der geplanten Erhöhung ausdrückten. Asta-Sprecherin Julia Amthor befürchtet, dass sich die Situation an den Hochschulen nächstes Jahr nochmals deutlich verschlechtert.

Eine Gruppe von Studenten in Hannover hatte sich am gestrigen Abend vorgenommen, die Menschen auf die Ungerechtigkeit beim Thema Bildung aufmerksam zu machen. Und obwohl die Bannmeile für Demonstranten unzugänglich war, fanden einige Studenten dennoch einen Weg, auf die Probleme hinzuweisen, indem sie den Landtag mit einem Projektor bestrahlten. Auf der ausgewählten „Leinwand“ erschienen verschiedene Kommentare, wie z.B. „Bildung ist ein Menschenrecht“.

Bereits am Mittwoch wurde bei einer Vollversammlung an der Leibnitz Universität in Hannover über die Erhöhung des Beitrages heftig diskutiert. Erwartet wird eine Anhebung von 55 auf 65 Euro pro Semester – dazu kommen noch die Studiengebühren, die üblicherweise auch zu bezahlen sind.

Ein weiterer Kritikpunkt der Studierenden ist der Raummangel. In vielen Seminarräumen und Hörsälen gibt es nicht genug Platz für alle. Wer Glück hat, kann es sich auf dem Fußboden gemütlich machen, andersfalls muss die Vorlesung im Stehen verfolgt werden. Im schlimmsten Fall erscheinen die Studierenden erst gar nicht und bleiben einfach zu Hause. Asta-Sprecherin Julia Amthor ahnt schlimmes: „Wir befürchten, dass sich die Situation nächstes Jahr mit dem doppelten Abiturjahrgang und dem Wegfall der Wehrpflicht noch deutlich verschlechtert“.

(LL)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *