Claudia Hautumm / PIXELIOClaudia Hautumm / PIXELIO
News | Finanzen, Studium
Mittwoch, 22. Dezember 2010

Studenten müssen mehr für ihre Krankenversicherung zahlen

Auf gesetzlich krankenversichterte Studenten kommen im nächsten Jahr höhere Beiträge zu. Schuld ist die Gesundheitsreform – und ausgerechnet die langersehnte Erhöhung des Bafögs.

Es ist kein Geheimnis, dass Studenten während ihrer Studienzeit meist über kein hohes Budget verfügen. Da helfen nur drastische Sparmaßnahmen – oder mehrere Nebenjobs. Umso willkommender kam daher die kürzlich verabschiedete Erhöhung des Bafögs, auch wenn die bei den meisten Studenten eher als „symbolisch“ durchgehen dürfte – und selbst diese kleine Freude wird wohl kaum anhalten. Deshalb trifft gesetzlich versicherte Studenten die Erhöhung der Krankenkassen-Beiträge umso härter.

Bis jetzt mussten Studierende eine Summe von 53,40 Euro monatlich an ihre Krankenkasse überweisen. Im nächsten Monat erwartet sie „dank“ der Steigerung der Beitragssätze ein Betrag von 55,55 Euro. Doch das Unheil hat damit noch kein Ende: spätestens im April erhöht sich der Beitrag nochmals – die Studenten dürfen demnach 64,77 Euro an die Krankenkasse überweisen. Grund für die zusätzlichen Kosten sei aber nicht nur die Beitragssatz-Erhöhung der Krankenkassen, sondern auch die Höhe der BAföG-Förderung.

Der Vermittlungsausschuss aus Bundestag und Bundesrat konnte sich in diesem Jahr nach einer monatelangen Hängepartie doch noch einigen – das BAföG stieg um zwei Prozent, was einer durchschnittlichen Steigerung von 13 Euro entsprach. Die Freude bei den Studenten über die zusätzlichen finanziellen Möglichkeiten währte jedoch nicht lange. Die Beitragssteigerung im April ist der bereits beschlossenen BAföG-Erhöhung zu verdanken, da die Höhe der Bafög-Förderung eine große Rolle bei der Beitragshöhe für Studenten spielt und somit ein entscheidender Punkt bei der Berechnung war.

(LL)

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