Nicki Kielmann / PIXELIONicki Kielmann / PIXELIO
News | Hochschulen, Studium
Freitag, 28. Januar 2011

Mehr Studienplätze an Fachhochschulen

Bundesbildungsministerin Schavan (CDU) will in den nächsten vier Jahren über 275.000 neue Studienplätze schaffen. Vom Ausbau des Angebotes sollen besonders Fachhochschulen profitieren.

Einen Hochschulabschluss anzustreben ist beliebter denn je in Deutschland. Im vergangenen Jahr gab es einen riesigen Ansturm von Erstsemestern auf die Universitäten, was die Hörsäle vielerorts an die Kapazitätsgrenze oder darüber hinaus gebracht hat. Damit die Studenten zukünftig in den Vorlesungen keine Platzangst befürchten müssen, sollen neue Studienplätze geschaffen werden.

Dem Problem der Platznot an den Unis hat sich die Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) angenommen. Bis 2015 plant die Ministerin, mindestens 275.000 weitere Studienplätze zu schaffen. Bund und Länder unterstützen ihr Vorhaben und stellen für diese Programmphase des Hochschulpakts in den nächsten vier Jahren mehr als 5 Milliarden Euro zur Verfügung. Das Geld soll überwiegend in die Fachhochschulen fließen, um dort mehr Studienplätze zu schaffen.

Mehr Studenten an Fachhochschulen

Einer der Gründe, warum sich so viele Studenten an einer Universität wiedergefunden haben, waren die Absagen der Fachhochschulen. Besonders beliebt waren anscheinend die Hochschulen in den Bundesländern Bayern, Saarland, sowie Berlin und Hamburg, denn dort gab es das meiste Gedrängel um einen Studienplatz. Dieses Problem erkannte auch die Ministerin: Die FH-Bewerber landeten dort, wo sie ursprünglich gar nicht hinwollten, und zwar an den Unis. Dies soll sich durch die neue Gewichtung ändern.

Zwar ist der Anteil an Fachhochstudenten in den letzten fünf Jahren von 35 auf 40 Prozent gestiegen, das ist der Ministerin allerdings nicht hoch genug. Schavan wünscht sich für die Zukunft einen Anteil an FH-Studenten von 50 Prozent. Idealerweise wären es sogar noch 10 Prozent mehr, wenn es nach Bildungsexperten geht.

Zweifel an den ambitionierten Plänen der Ministerin haben sowohl Ernst Dieter Rossmann von der SPD-Fraktion als auch Nicole Gohlke, die hochschulpolitische Sprecherin der Linken. Gohlke sagte der Tagesschau, dass der Hochschulpakt „unzureichend und unterfinanziert“ sei.

(LL)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *