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News | Finanzen, Studium
Donnerstag, 24. Februar 2011

Keine Studiengebühren für Hamburger Studenten

Bekanntlich ist das Studieren in der Hansestadt Hamburg keine besonders günstige Angelegenheit, eine Mehrheit muss nebenbei arbeiten gehen, um sich die Ausbildung überhaupt leisten zu können. Immerhin könnte der Regierungswechsel nun eine Entlastung bringen: Die SPD plant, die Studiengebühren abzuschaffen.

Nicht jeder kann sich heutzutage ein Studium leisten – besonders nicht in den Bundesländern, in denen Studiengebühren erhoben werden. Hamburger Studenten und alle, die es noch werden wollen, sind allerdings guter Hoffnung, dass diese Hürde demnächst Geschichte sein könnte. Ginge es nach der bei der Bürgerschaftswahl siegreichen SPD, steht die Abschaffung der Studiengebühren bereits vor der Tür. Den Studenten könnten so 500 Euro pro Semester erspart werden.

Besonders angehenden Studenten mit nicht so üppig ausfallenden finanziellen Ressourcen könnte so geholfen werden. Einer kürzlich von Studentenwerk durchgeführten Befragung zufolge schlägt ein Studium mit Kosten von gut und gerne 30.000 bis 35.000 Euro zu Buche. Verständlich also, dass nicht jeder sich in diese Unkosten stürzen möchte um fünf bis zehn Jahre später hochverschuldet zu sein.

Mit dieser „Rolle rückwärts“ steht Hamburg nicht allein da: Hessen und das Saarland haben es vorgemacht und bereits eingeführte Studiengebühren nach einer Zeit – und teilweise nach einem Regierungswechsel – wieder abgeschafft.

Wie aber sollen die entfallenen Studiengebühren kompensiert werden? Die Universitäten sollen den aktuellen Planungen zufolge einen Zuschuss aus der Landeskasse von jährlich 249 Millionen Euro erhalten. Prof. Dieter Dohmen vom Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie glaubt nicht, dass die Abschaffung der Studiengebühren dauerhaft bleibt: „Ohne zusätzliche Finanzquellen müssten die Länder früher oder später die Zuwendungen für die Hochschulen kürzen“, so Dohmen zu derwesten.de

(LL)

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