Bildung statt Bergbau: NRW schafft Studiengebühren ab. Norbert Wilke / PIXELIOBildung statt Bergbau: NRW schafft Studiengebühren ab. Norbert Wilke / PIXELIO
News | Finanzen, Hochschulen
Freitag, 25. Februar 2011

Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen sind jetzt Geschichte

Die Studiengebührenbastionen fallen diese Woche gleich reihenweise: Erst hat Hamburg angekündigt, künftig auf die Studentenabgabe zu verzichten, dann zog Deutschlands größtes Bundesland Nordrhein-Westfalen nach – ist aber schon einen Schritt weiter als die Nordlichter. Einige Fragen sind dennoch zu klären.

Was in Hamburg noch in den Sternen steht, ist in Nordrhein-Westfalen bereits eine beschlossene Sache: Zum nächsten Wintersemester werden im bevölkerungsreichsten Bundesland keine Studiengebühren mehr erhoben. Nicht nur Studenten waren froh über die Entscheidung des Düsseldorfer Landtags: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) nannte die langersehnte Entscheidung einen „verdammt guten Tag für unser Land“.

Damit steht Ministerpräsidentin natürlich nicht alleine da, auch das Deutsche Studentenwerk trat entschieden für die Abschaffung der Studiengebühren ein, da sie „Studierenden und ihre Eltern, die den Hauptanteil der Studienfinanzierung in Deutschland stemmen“, belasten, wie Rolf Dobischat, Präsident des Deutschen Studentenwerks, erklärte. Nun wäre dieses Problem aus der Welt geschafft.

Abschaffung zum Sommersemester nicht praktikabel

Wenn es nach den Linken gegangen wäre, dann hätten die Studenten bereits zum Sommersemester die 500 Euro Studiengebühr gespart. So war zumindest der ursprüngliche Plan der Partei gewesen, die Gebühren deutlich eher anzuschaffen. Ministerpräsidentin Kraft hielt dies für keine gute Idee: Zuerst musste geklärt werden, wie der Ausfall der Gebühren kompensiert werden soll – dafür hätte die Zeit bis zum Beginn des Sommersemesters nicht gereicht.

Vorerst erhalten die Hochschulen von der Landesregierung eine ansehnliche Summe von fast 250 Millionen Euro. Über den Betrag soll in Zukunft jährlich Neuverhandlungen geben – dafür setzte sich Kraft ein.

(LL)

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