Karl-Heinz Liebisch / PIXELIOKarl-Heinz Liebisch / PIXELIO
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Donnerstag, 3. März 2011

Elitetitel wird neu verteilt

Sieben Unis können auf den prestigeträchtigen Status als „Eliteuniversitäten“ hoffen und sich in die Reihe der bisher neun ausgewählten Standorte einreihen. Derzeit läuft die Vergabe im Rahmen der Exzellenziniative, es geht um 2,7 Milliarden an Fördergeldern. Ostdeutsche Universitäten werden wohl erneut leer ausgehen.

Bereits 2006/07 erkämpften sich neun Universitäten – in Göttingen, Freiburg, Karlsruhe, Heidelberg, die FU in Berlin, die TU und Ludwig-Maximilians-Uni in München und die Unis in Konstanz und Aachen den Elitetitel, der mit einem guten Ruf und noch mehr Fördergeldern verbunden ist. Nun erhalten sie Konkurrenz von sieben weiteren Hochschulen und müssen sich erneut beweisen, um ihren Status zu verteidigen.

Zu den glücklichen Auserwählten der ersten Runde zählen die Humboldt Universität in Berlin, die TU in Dresden sowie die Universitäten in Mainz, Köln, Bremen, Bochum und Tübingen. Erstmals hat somit eine ostdeutsche Universität die Chance auf die Förderung durch den Bund.

Für diese sieben aus insgesamt 22 Hochschulen, die sich ursprünglich beworben hatten, entschied sich ein gemeinsames Gremium des Wissenschaftsrats und der Deutschen Forschungsgemeinschaft anhand der eingereichten Antragsskizzen mit einem Schwerpunkt auf die forschungsorientierte Lehre. Die „neuen“ und „alten“ Bewerber sollen nun bis zum 1. September ihre ausführlichen Bewerbungen einreichen.

Insgesamt wird es wohl zwölf Sieger geben, die entweder ihren Elitetitel behalten oder neu ergattern werden. Gekürt werden die Sieger im Sommer nächsten Jahres, insgesamt werden 2,7 Milliarden Euro an Fördergeldern unter den Unis verteilt, die vor allem dem akademischen Nachwuchs zugute kommen sollen. Bei der Aufteilung der Mittel wird es ein wenig kompliziert: schließlich werden nicht nur die Elitetitel verliehen und mit Geldern bedacht, sondern auch die Graduiertenschulen und sogenannte Exzellenzcluster, die ebenfalls untereinander konkurrieren.

(LL)

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