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News | Hochschulen, Studium
Freitag, 4. März 2011

Weniger Prüfungsstress für Bachelor und Master

Weniger Druck, bessere Lernatmosphäre: Berliner Studenten sollen zukünftig entspannter studieren können. Möglich werden soll dies durch eine Novelle des Hochschulgesetzes. Das Werk muss allerdings noch das Abgeordnetenhaus passieren.

Mit dem Absegnen des neuen Hochschulgesetzes können sich die Studenten auf einige Veränderungen einstellen. Das neue Gesetz dient zur Modernisierung des Hochschulzugangs und zur Qualitätssicherung von Studium und Prüfung. Für die Studenten, die ein Bachelor oder Masterabschluss anstreben, bedeutet es weniger Prüfungsstress: drei Viertel aller Prüfungen werden ersatzlos gestrichen. Hinzu kommt, dass nicht jede Lehrveranstaltung benotet wird. Die Belastungen des Bachelor-Studiums, Anlass zahlreicher Proteste, sollen so gesenkt werden. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Studierenden, aber auch die Hochschulen von dem neuen Gesetz profitieren werden“, erklärte Senator für Bildung Prof. Dr. Zöllner zum Tagesspiegel.

Teilzeitstudenden profitieren immens

Inbesondere studieninteressierte Berufspraktiker sollen durch die Änderungen profitieren. Für Teilzeitstudenten ist die Zeit des Probestudiums vorbei, eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung verschafft ihnen einen Freifahrtschein zum Studium. Professor Dr. Zöllner war äußerst zufrieden mit dieser Entscheidung. Er freue sich, so der Wissenschaftler, „dass Hochschulen mit diesem Gesetz auch für Berufspraktiker geöffnet werden. Jungen Menschen ohne Abitur könnten so Aufstiegschancen geboten werden“.

Ein weiterer Punkt, der im Gesetzesentwurf festgehalten wird, ist die Einführung zweier Personalkategorien. Dozenten sollen künftig die Rolle der Professoren wahrnehmen, dafür werden auch wissenschaftliche Mitarbeiter in der Lehre eingesetzt.

Dozenten und Professoren stehen dem Beschluss allerdings eher skeptisch gegenüber. Es bestehe die Gefahr, der Senat wolle so Stellen einsparen. Selbst Studenten können sich nicht vorbehaltslos über die Veränderungen freuen. Aus ihrer Sicht wird der Studienübergang zum Master schwerer als bisher ausfallen, da noch längere Wartezeiten zum Zulassen des Studiengangs auf sie zukommen.

(LL)

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