Studenten sehen keine berufliche Zukunft mit dem Bachelorabschluss. Foto: Thomas Kölsch/ pixelio.deStudenten sehen keine berufliche Zukunft mit dem Bachelorabschluss. Foto:Thomas Kölsch / PIXELIO
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Donnerstag, 17. März 2011

Studenten sorgen sich um den erfolgreichen Abschluss

Forscher der Universität Konstanz haben eine neue Studie zur aktuellen Befindlichkeit deutscher Studenten veröffentlicht. Um sich einen Überblick zu verschaffen, wie deutsche Studenten ihr Studium meistern, verschickten die Forscher Fragebögen an 25.000 Hochschulen. Knapp 7.600 wurden von den Studierenden ausgefüllt und konnten somit ausgewertet werden.

Wie eine Umfrage der Universität Konstanz ergab, ist die Hauptsorge der Studenten, ihr Studium mit Abschluss zu beenden. Forscher hatten in ihrer Befragung an 25.000 Unis Fragebögen verteilt, von denen 7.600 ausgewertet werden konnten. Über die Hälfte der Befragten hatte angegeben, Angst zu haben, das Studium nicht erfolgreich abschließen zu können. Besonders skeptisch seien die Bachelor- und Masterstudenten – die meisten befürchten den hohen Leistungsanforderungen nicht zu genügen. Aber auch speziell Jurastudenten sind verunsichert: 42 Prozent zweifeln an ihren eigenen Fähigkeiten.

Die Stressauslöser, so gaben die Studenten an, wären die unklaren Prüfungsvorgaben und der Zeitdruck. Viele wünschen sich eine bessere Strukturierung der Studieninhalte sowie abgestimmte Prüfungsanforderungen. Bachelorstudenten fehlt meist die Zeit, um Einzelprüfungen zu absolvieren.

Etwas Positives hat sich aus der Befragung allerdings doch ergeben: den Gesamtaufbau der Studiengänge, die Lehrveranstaltungen sowie die Dozenten selbst befinden die Studierenden für gut. Außerdem fühlt sich die Mehrheit der Studenten in ihrem Studienfach wohl, sodass nur die wenigen ein Studienabbruch oder ein Fachwechsel in Erwägung ziehen.

Ziemlich beachtlich war die Einstellung der Studierenden bezüglich der Arbeitsplatzsicherheit. Bei der Befragung vor zehn Jahren gab etwa die Hälfte der Studenten an, ein sicherer Arbeitsplatz sei am bedeutungsvollsten – inzwischen sind es 67 Prozent, den der Arbeitsplatz am wichtigsten erscheint.

Um den Ansprüchen der Studierenden gerecht zu werden, plant das Bundesbildungsministerium entsprechende Maßnahmen, um die Lernsituation an den Hochschulen zu verbessern. „Wir sind also auf einem guten Weg, die Sorgen der Studierenden abzubauen“, so Staatsekretär Thomas Rachel (CDU) zu der Presseagentur AFP.

(LL)

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