Studenten brauchen keine Studiengebühren mehr zahlen.Baden-Württemberg streicht die Studiengebühren.
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Dienstag, 12. April 2011

Ein Ende der Studiengebühren in Sicht

Die Studenten in Baden-Württemberg dürfen sich über eine Abschaffung hoher Studiengebühren freuen und auch die bayrischen Studenten gehen in die Offensive.

Der Regierungswechsel in Baden-Württemberg zieht eine Neustrukturierung des Bildungssystems mit sich: Studiengebühren sollen bereits zum Wintersemester 2011/2012 abgeschafft werden. Die Lücke, die durch den Ausfall der Studiengebühren für die Universitäten entsteht, soll vom Landeshaushalt getragen werden. Nicht nur bei Studenten in Baden-Württemberg findet dies großen Anklang, auch die Studenten in Bayern fordern eine Abschaffung der Gebühren.

Die Studiengebühren von 500 Euro sollen laut SPD-Landtagsabgeordneten Martin Rivoir bereits zum Wintersemester 2011/2012 abgeschafft werden. Wie Rivoir dem „Focus“ mitteilte, verspricht er sich von den kommenden Koalitionsverhandlungen zielführende Gespräche und „keine Tricks“. Die Studienkostenübernahme durch den Landeshaushalt sei jedoch nur eine vorübergehende Lösung und müsse mittelfristig neu verhandelt werden.

Katrin Vernau, Kanzlerin der Universität Hamburg und parteilose Hochschulexpertin im Wahlkampfteam von SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid, kritisierte jedoch das Vorgehen der Abgeordneten in Baden-Württemberg. Sie teilte dem „Focus“ mit, dass diese Form der Kompensation der Studiengebühren nicht getragen werden kann: „Ausgleichszahlungen, die nur für ein Jahr garantiert werden, helfen da nicht weiter.“

Während die SPD in Baden-Württemberg dem Wegfall der Studiengebühren positiv gegenübersteht, herrscht im Nachbarbundesland Bayern eine rege Diskussion.

Die Studenten des Freistaates richten sich nun mit einem offenen Brief an alle Landtagsabgeordneten und Hochschulleitungen und fordern ebenfalls ein Ende der Studiengebühren. Ein Festhalten an den Studiengebühren sei laut Christian Zwanziger, Sprecher der Landes-Asten Konferenz, ein unsozialer Zustand.

(LT)

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