Die Leibniz Universität in Hannover fühlt sich gut auf die "Studentenwelle" zum Wintersemester vorbereitet. Foto: Biggi / pixelio.deDie Leibniz Universität in Hannover fühlt sich gut auf die "Studentenwelle" zum Wintersemester vorbereitet. Foto: Biggi / PIXELIO
News | Studium
Montag, 15. August 2011

Vorlesungen auch am Wochenende: in Zukunft wohl kein Sonderfall

Die Situation hat es in diesem Ausmaß noch nicht gegeben: Die Umstände verlangen sowohl den Deutschen Universitäten als auch Bund und Ländern neben hohen Geldern auch Organiationstalent und Handlungsinitiativen ab. Grund dafür ist der deutliche Anstieg der Bewerbungen um Studienplätze zum Wintersemester 2011, verursacht durch die doppelten Abiturjahrgänge und die Aussetzung der Wehrpflicht.

Doppelte Abiturjahrgänge und die Aussetzung der Wehrpflicht stellen viele Universitäten in Deutschland so kurz vor dem Beginn des Wintersemesters vor neue Herausforderungen. Um den angehenden Studenten weiterhin akzeptable Möglichkeiten für ihre Zukunft hinsichtlich des Studiums geben zu können, reagieren die einzelnen Universitäten mit verschiedenen Maßnahmen, um mit dem Ansturm zurechtzukommen.

Einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa zufolge, hat sich die Anzahl an Bewerbungen an den Hochschulen in Bremen und Niedersachsen um 40 Prozent erhöht. Der Präsident der Leibniz-Universität in Hannover, Prof. Erich Barke, hat sich zum aktuellen Thema des Studienplatzmangels geäußert und hält fest, dass die Leibniz-Universität gut auf den Ansturm vorbereitet ist und rund 1180 zusätzliche Studienplätze zum Wintersemester geschaffen hat. Nach Schätzungen von Barke werden zum Wintersemester rund 1400 mehr Studenten mit einem Studium an der Universiätt beginnen als im Jahr zuvor, und deswegen müssten die Zeiten, in denen Vorlesungen abgehalten werden, gestreckt werden. In Planung sind daher zukünftig auch vermehrt an Nachmittagen abgehaltene Lehrveranstaltungen. Weiter hat die Universität zwei neue Hörsäle errichten lassen, um den Studenten ausreichend Platz während der Vorlesungen zu verschaffen. Finanziert wird das Ganze hauptsächlich aus dem Hochschulpakt 2011 von Bund und Ländern, so Barke auf der Webseite der Universiät. Demnach sind der Universität rund acht Millionen Euro zugesichert worden.

Weitere Raktionen auf die bevorstehende „Studentenwelle“

Jede Universität muss auf die erhöhte Anzahl an Studenten zum Wintersemester diesen Jahres reagieren und Maßmnahmen einleiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben und ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage zu schaffen. Die Technische Universität Braunschweig (TU) plant nun auch, am Wochenende Vorlesungen abzuhalten und die Seminarzeit unter der Woche von 8 bis 22 Uhr auszuweiten. Die Pressesprecherin der TU- Braunschweigt sagt, dass die finanziellen Mittel aus dem Hochschulpakt neben Maßnahmen im Personalbereich auch für die Ausstattung der Räume genutzt werden sollen.

Sowohl die Leibniz-Universität als auch die Technische Universität Braunschweig stehen repräsentativ für viele weiter Universitäten in Deutschland, die sich der neuen Situation stellen müssen und darauf mit ähnlichen und weiteren Maßnahmen reagieren.

(TR)

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