Zu viele deutsche Studenten an den Schweizer Universitäten. Foto: knipseline / pixelio.deZu viele deutsche Studenten an den Schweizer Universitäten. Foto: knipseline / PIXELIO
News | Studium
Montag, 22. August 2011

Erschwerte Zulassungsbedingungen für deutsche Studenten in der Schweiz

Wer sich nach dem Studium dazu entscheidet, aufgrund eines schlechten Notendurchschnitts oder eines zu hohen Numerus clausus auf gewisse Fächer in Deutschland in die Schweiz zu gehen, muss ab dem Wintersemester dieses Jahres entweder einen festgelegten Abiturdurchschnitt von unter 2,5 einhalten, oder aber eine Zulassungsbescheinigung einer deutschen Universität vorlegen können. Grund dafür ist der Zustrom deutscher Studenten an Schweizer Universitäten, der in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat und dem nun ein Riegel vorgeschoben werden soll.

Die Schweiz ist ein beliebstes Studienziel von mehr als 10.000 Studenten. Ab dem Wintersemester 2011 müssen sich die Studenten jedoch auf verschärfte Zulassungbedingungen einstellen. Die Zahl Studieninteressierter aus Deutschland hat in den letzten Jahren drastisch zugenommen und nun seinen Zenit erreicht. Hinzu kommen in diesem Jahr die doppelten Abiturjahrgänge und die Aussetzung der Wehpflicht, die den Zulauf womöglich noch deutlich erhöhen könnten. Deswegen hat die Kommission der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (Crus) jetzt neue Regeln erarbeitet, die ab Herbst dieses Jahres erstmals in Kraft treten und den Zustrum zügeln sollen.

Was die deutschen Studenten erwartet

Die Schweizer Zeitung „Der Sonntag“ berichtet weiter, dass die deutschen Studieninteressierten an den Universitäten Bern und Zürich nur noch zugelassen werden, wenn sie im Abitur einen Notendurchschnitt von 2,0 erreichen. An einigen Universitäten wie die Universität Basel, Genf, Freiburg Lausanne, Luzern und Neuenburg „reichen“ hingegen eine Abiturnote von 2,5. Eine andere Möglichkeit, die sich den Studienanfängern aus Deutschland bietet, ist das Einreichen einer Bescheinigung, dass sie auch in Deutschland einen entsprechenden Studienplatz erhalten haben. Dieser Entschluss wurde bereits durch die Crus abgesegnet, erklärt Mathias Stauffacher, Generalsekretär der Crus.

Mit den neuen Regelungen wird die Zulassung für die Vielzahl an deutschen Studenten nun deutlich verschärft. Bislang gab es schon an einigen Schweizer Hochschulen Zulassungsbeschränkungen für einzelne Fächer, in denen ein Studienbeginn nur mit Zulassungsbescheid einer deutschen Hochschule möglich war. Was zuvor nur in einzelnen Regionen und für einzelne Studienfächer die Regel war, ist ab sofort in der gesamten Schweiz Bedingung. Einzige Ausnahme bilden dabei die Universität St. Gallen und das Tessin, die der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten zufolge anderslautende Bestimmungen haben.

Ziel: Qualitätssicherung an den Schweizer Universitäten

„Wir sind offen für ausländische Studenten. Aber wir wollen nicht jeden, sondern die guten Leute“, berichtet der Crus-Präsident Lopiero in der Schweizer Zeitung „Der Sonntag“. Die neuen Regelungen stünden im Licht der Qualitätssicherung, verkündete Lopiero. Ihm zufolge Grund sollen auch wirklich nur Studenten die Möglichkeit bekommen, in der Schweiz zu studieren, deren Qualifikation dafür auch aussreichend ist.

(TR)

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