Studenten mit Bachelor-Abschluss erobern deutsche Universitäten und Hochschulen. Foto: Thomas Kölsch / pixelio.deStudenten mit Bachelor-Abschluss erobern deutsche Universitäten und Hochschulen. Foto: Thomas Kölsch / PIXELIO
News | Studium
Montag, 26. September 2011

Bachelor ist der häufigste Abschluss im Jahr 2010

Im vergangenen Jahr gab es an deutschen Hochschulen erstmals mehr Bachelor-Abschlüsse als traditionelle Hochschulabschlüsse. Das hat das das Statistische Bundesamt jetzt mitgeteilt.

Im Prüfungsjahr 2010 war der Bachelor erstmals der am häufigsten erworbene Universitätsabschluss. 31 Prozent der insgesamt circa 361.700 Hochschulabsolventen haben im vergangenen Jahr einen Bachelorabschluss erzielt. Das ging aus einer Untersuchung des Statistischen Bundesamtes hervor. Im Zuge der Bologna-Reform stellen die deutschen Hochschulen seit einigen Jahren ihre Studiengänge auf das Bachelor-Master-System um. Nun beginnt die Umstellung sich endgültig durchzusetzen. Im Laufe der Zeit wird die Zahl der Bachelor- und Master-Abschlüsse weiter ansteigen.

Mit einem Anteil von 29 Prozent stehen die traditionellen Abschlüsse wie Magister und Diplom im Jahr 2010 erstmals nicht auf Platz eins der am häufigsten erworbenen Universitätsabschlüsse. Der Anteil der Studenten, die einen gewöhnlichen Fachhochschulabschluss erworben haben, liegt bei 16 Prozent. Mit einem Anteil von 10 Prozent folgen die Lehramtsprüfungen, zu denen aber auch die Lehramts-Bachelor und Lehramts-Master hinzugefügt wurden. Schlusslicht bilden Master-Abschlüsse und Promotionen mit jeweils 7 Prozent aller Abschlüsse.

Die Zahl der Hochschulabschlüsse ist generell gestiegen

Unabhängig von der Art des Abschlusses haben im Jahr 2010 23.000 Studierende mehr einen Hochschulabschluss gemacht als noch im vorherigen Prüfungsjahr. Das ist ein Anstieg um 7 Prozent. Mit einer Erhöhung von 56 Prozent hat sich dabei die Zahl der Bachelor-Abschlüsse am stärksten entwickelt, während die Zahl der Masterabschlüsse um 28 Prozent gestiegen ist. „Damit wirkt sich die im Zuge der Bologna-Reform eingeführte Umstellung auf die gestuften Studiengänge nun deutlich auch auf die Abschlüsse aus“, konstatiert das Bundesamt.

Ein Drittel aller Examen wurde in den Bereichen Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften absolviert, gefolgt von den Sprach- und Kulturwissenschaften sowie Mathematik und Naturwissenschaften mit jeweils 18 Prozent aller Abschlussprüfungen. Auf Platz Drei steht der Studiengang Ingenieurwissenschaften, in dem 16 Prozent der Studenten einen Abschluss machten. Einen Abschluss in Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften erhielten knapp sieben Prozent.

(TR)

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