StudentenStudentenzahlen im neuen Semester erreichen Rekord: Unis weichen auf Notfallquartiere für Vorlesungen aus. Foto: www.JenaFoto24.de / PIXELIO
News | Hochschulen
Montag, 17. Oktober 2011

Zahl der Studienanfänger rekordverdächtig hoch

Doppelte Abiturjahrgänge und der Wegfall der Wehrpflicht fordern ihren Tribut: In ganz Deutschland mussten Hochschulen mit einem nie dagewesenen Ansturm Erstsemester rechnen. Universitäten in Ostdeutschland sind besonders beliebt.

Mehrere Universitäten meldeten zum Start des Wintersemesters einen Studenten-Rekord. Darunter die Uni Kassel mit 21.500 Studenten, an der Uni Trier haben sich mit 2.860 Studierenden so viele Erstsemester wie noch nie eingeschrieben und in ganz Nordrhein-Westfalen starteten an allen 69 Hochschulen insgesamt 115.000 Studenten ins neue Wintersemester.

Grund für diese Studentenschwemme sind laut der nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) das Wegfallen der Wehrpflicht, die doppelten Abiturjahrgänge als auch die Abschaffung der Studiengebühren in einigen Bundesländern.

Kreativität gefragt

Um mit den gestiegenen Studentenzahlen umgehen zu können, erwiesen sich einige Hochschulen als sehr einfallsreich. So wurden von der Technischen Uni Dortmund beispielsweise zu Vorlesungszwecken Container aufgebaut, von der RWTH Aachen und der Uni Duisburg-Essen Kinosäle gemietet, die Uni Paderborn macht sich ehemalige Baumärkte zunutze und von der FH Bielefeld wurden die Lehrveranstaltungen sogar in Autohäuser verlegt, wie „rp-online“ berichtet.

Im Osten was Neues

Die Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) freute sich besonders über den westdeutschen Ansturm auf Universitäten im Osten, lässt „stern.de“ verlauten. Die Technische Universität Ilmenau in Thüringen verzeichnet fast 20 Prozent mehr Studenten als im Vorjahr, wobei 60 Prozent der Erstsemester nach Angaben der TU aus Westdeutschland stammen. Auch an der Uni Magdeburg schrieben sich in diesem Wintersemester mehr westdeutsche Studenten ein. Die Uni Rostock wird mittlerweile bereits zu zwei Drittel von Studenten aus dem Westen besucht.

Bei einer Immatrikulationsfeier in Rostock betonte Bundespräsident Christian Wulff laut Angaben des Sterns die Arbeitsmarktchancen im Osten mit dem Verweis, dass dort künftig Arbeitskräfte gebraucht würden.

(JS)

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