Stress im StudiumRatgeber hilft Studenten bei Stress im Studium. Foto: Gerd Altmann / PIXELIO
News | Studium
Montag, 2. Januar 2012

Stress: Hilfe für Studenten

Stress wird für Studenten immer mehr zum Thema. Wie können diese bei gleichzeitig steigenden Leistungsanforderungen am besten damit umgehen? Das kann man im Ratgeber „Rückenwind. Was Studis gegen Stress tun können“ nachlesen.

Der Ratgeber wurde vom House of Competence (HoC) herausgegeben und ist am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erhältlich. Inhalt sind zahlreiche Tipps, die sich aus verschiedenen Sichtweisen mit Stress während des Studiums befassen. Die Grundlagen des Werkes sind Studien und Erfahrungen aus medizinischer, therapeutischer und wissenschaftlicher Sicht.

Einer der Gründe für die Entstehung des Buches war unter anderem die Zahl der Studienabbrüche: In Deutschland bricht jeder fünfte Student vorzeitig sein Studium ab. Auslöser dafür ist oft die Tatsache, dass die Studenten den Leistungsanforderungen nicht gerecht werden. Über eine hohe Arbeitsbelastung beklagen sich Studenten insbesondere in den Bachelorstudiengängen. Nach wie vor gibt es gerade hier kontroverse Diskussionen, ob nicht eine allgemeine Überforderung vorliegt.

Am KIT wurden in einer Tagebuchstudie, welche elektronisch geführt wurde, die Zusammenhänge zwischen Stresserleben und Arbeitsbelastung in eben jenen, viel diskutierten Studiengängen untersucht. Die ersten Ergebnisse werden im oben genannten Ratgeber vorgestellt. Zudem sind das „Aufschiebeverhalten“ und die Rahmenbedingungen für eine gesunde Hochschule nachzulesen.

Die Studie setzt sich aus sportwissenschaftlichen, psychologischen, sozialempirischen und weiteren Erkenntnissen zusammen und wird durch Interviews ergänzt. Sie wurden zum besseren Verständnis mit Wissenschaftlern geführt und eingefügt. Neben der theoretischen Beschäftigung mit der Studie gibt es zahlreiche Praxistipps, die ohne großen Aufwand von den Studenten umgesetzt werden können. Anregungen für ein gutes Zeitmanagement, Übungen zur Stressbewältigung durch spezielle Atemtechniken und Informationen, welche Bedeutung Bewegung für eine stabile Psyche hat, zeigen auf, wie man praktisch mit Stress umgeht.

Seit 2008 hat das HoC auf den „Karlsruher Stresstagen“ Erkenntnisse gesammelt. Auf diesen werden Workshops und Symposien zur Stressbewältigung und Erhaltung der Leistungsfähigkeit angeboten, die sich mit Reflexions- und Trainingsmöglichkeiten befassen. Ein Kooperationspartner des HoC ist die Techniker Krankenkasse. Sie berichtete im Gesundheitsreport 2011 davon, dass der Großteil der an Hochschulabsolventen verschriebenen Medikamente zur Behandlung des Nervensystems eingesetzt wurden. Seit 2006 ist der Anteil der mit Antidepressiva behandelten Studenten um mehr als 40 Prozent gestiegen.

Das 2007 am KIT gegründete HoC arbeitet als einzige nicht fakultätsgebundene Einrichtung übergreifend in der Kompetenzentwicklung und –forschung. Der Ratgeber „Rückenwind. Was Studis gegen Stress tun können“ umfasst 115 Seiten und kann auf der Seite des KIT heruntergeladen werden.

(wg_admin)

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