Goldfisch im WasserNicht jeder mag Haustiere in einer WG. Foto: Rita Thielen / PIXELIO
News | Wohnen
Freitag, 27. Januar 2012

Haustierhaltung in der WG – Konfliktpotential vorprogrammiert

Haustiere können aus Gründen der Sauberkeit durchaus eine Quelle von Konflikten sein. Die Anforderungen in puncto Hygiene sind in der Bevölkerung sowieso schon sehr unterschiedlich. Die Haltung von Tieren in gemeinschaftlich benutzten Räumen erschwert dies zusätzlich, da jede Tierart ihre spezifischen Eigenarten hat – man denke nur an einen bestimmten Geruch, das Ausfallen von Haaren oder das Scharren an Mobiliar und Tapete.

Haustiere in einer WG? Das kann schiefgehen! Nicht jeder mag den Geruch, das permanente Haaren oder sonstige Begleiterscheinungen, die das Halten von Haustieren in der Regel mit sich bringt. Diese Eigenarten werden von jedem Menschen je nach dessen bisherigen Erfahrungen mit Tieren anders empfunden, so dass die Reaktionen von WG-Mitbewohnern sehr unterschiedlich ausfallen können. Nicht jeder WG-Genosse toleriert es ohne Murren, wenn der inkontinente Stubentiger des Zimmernachbarn sein Geschäft auf dem Teppichboden im Flur verrichtet.

Tiere als Mitbewohner bereichern die Wohngemeinschaft | Unterstützung für den Tierhalter seitens der Mitbewohner

Das Leben in einer Wohngemeinschaft mit Tieren hat auch Vorteile für die Bewohner. Menschen genießen seit Urzeiten die Gesellschaft von Haustieren. Warum sollte das in einer WG anders sein? Wer gemeinsam mit Hund, Katze oder Leguan lebt, das Tier füttert und streichelt ist aktiver und gleichzeitig ausgeglichener. Insofern kann sich ein Tier auch auf die Harmonie einer Wohngemeinschaft positiv auswirken. Aber auch speziell für den Tierbesitzer hat es Vorteile, wenn er nicht auf sich alleine gestellt ist. Tatkräftige Unterstützung beim Gassigehen mit dem Hund, Füttern der Katze oder beim Saubermachen von Terrarium oder Vogelkäfig wird von Tierfreunden gerne entgegengenommen.

Regelungen für Tierhaltung vereinbaren | Mietvertrag oder separate Regelung

Abgesehen von hygienischen Aspekten müssen die WG-Bewohner auch Rücksicht auf den Platzbedarf des Tiers nehmen. In einer WG-Wohnung ist der Raum meist beengt, so dass ein zusätzlicher tierischer Mitbewohner die wenigen für den Einzelnen verfügbaren Quadratmeter weiter reduziert. Wichtig ist es deshalb, frühzeitig vor dem Einzug der Tiere in die WG klare Regelungen zu treffen. Je nach vertraglicher Konstellation können diese im Mietvertrag oder einer separaten Vereinbarung stehen. Zu regeln sind insbesondere die Art und Anzahl der Tiere und wo sich diese aufhalten dürfen. Dass die Tierhaltung grundsätzlich artgerecht erfolgen sollte, dürfte eine Selbstverständlichkeit sein.

(SW)

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