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Mittwoch, 8. Februar 2012

England: Neues Finanzierungsmodell für das Studium

In England wirbt das Coventry University College derzeit mit einem Billigstudium, bei dem die Studenten nur die Hälfte der üblichen Studiengebühren zahlen müssen. Im Gegensatz dazu bleiben ihnen bestimmte Einrichtungen der Uni aber auch verschlossen.

Die Universität von Coventry hat das neue Coventry University College gegründet, mit neuen Studienansätzen für England. Seit 2012 spart die englische Regierung an der Finanzierung der Hochschulen, was zur Folge hat, dass Studenten Studiengebühren von knapp 9.000 Pfund pro Jahr zahlen müssen – für viele Studenten eine finanzielle Belastung, derer sie nicht Herr werden können. Für einige Studenten bedeutet dies das Aus ihres Studiums, für potenzielle Studenten ist es eine echte Abschreckung.

Deshalb suchen die Organisatoren der großen Unis in England nach alternativen Ansätzen für ein finanzierbares Studium mit höchster Qualität. Ausgangspunkt ist der Grundgedanke, dass es nicht zwingend erforderlich ist, das bisherige Leben für den Aufenthalt an der Uni aufzugeben. Einer der Vorreiter ist das Coventry University College.

Nebenjobs mit dem Studium vereinen

Großes Ziel des Coventry University College ist es, dass Studenten ihren Nebenjob nicht nur um die Vorlesungen an der Uni herum organisieren müssen, sondern dass sie dann studieren können, wenn sie die Zeit dafür haben. Das College soll den Studenten somit von sieben Uhr am Morgen bis 22 Uhr am Abend offen stehen. Auch an Samstagen und Sonntagen soll es bis 16 Uhr geöffnet sein.

Die Begründer der neuen Idee erhoffen sich damit, dass sie die Kapazitäten besser auslasten und die Kosten für das Studium senken können. Die Uni soll künftig nur noch zum Lernen besucht werden, aber nicht für das klassische Studentenleben, das viele noch immer mit dem Studium verbinden.

Die Kosten

Das Billigstudium schlägt mit 4.800 Pfund jährlicher Studiengebühren, im Gegensatz zu 8.666 Pfund im normalen Studium, zu Buche. Da der Preis so gering ist, wird den Studenten aber auch verboten, die Uni-Bibliothek zu nutzen, die IT-Einrichtungen der Uni oder an den sportlichen Aktivitäten selbiger teilzunehmen.

(SW)

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