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Mittwoch, 15. Februar 2012

Sind WGs wirklich out?

Wenn sich Studenten aussuchen könnten, wie sie wohnen wollen, dann wäre die WG längst eine ausgestorbene Erscheinung. Das zumindest behauptet eine Studie von ImmobilienScout24, bei der 1.100 Studenten befragt wurden. Jeder dritte Student will demnach eine eigene Wohnung oder eine Wohnung zusammen mit dem Partner beziehen.

Insgesamt 1.100 Studenten hat ImmobilienScout24 nach ihren Wohnwünschen befragt. Dabei stellte sich heraus, dass die vermeintlich so beliebte WG gar nicht mehr ins rechte Bild einer optimalen Studentenwohnung passt: Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, dass sie lieber in einer eigenen Wohnung oder zusammen mit dem Partner leben wollten, als in einer 2er oder 3er WG. Größere WGs sind sogar noch unbeliebter. Für das Zimmer im Studentenwohnheim konnten sich ebenfalls nur sechs Prozent der Befragten erwärmen, im Elternhaus wollten sogar nur vier Prozent der Studenten leben.

Wünsche und Möglichkeiten driften auseinander

Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl der richtigen Wohnung für die Studienzeit ist der Umfrage zufolge eine Einbauküche. Dies gaben zumindest 60 Prozent der befragten Studenten an. Für fast genauso viele (59 Prozent) waren Balkon oder Terrasse von enormer Bedeutung. Das Duschbad mit Tageslicht belegte den dritten Platz, für dieses sprachen sich 53 Prozent aus. Besonders interessant: Nur 20 Prozent war es wichtig, dass ein Geschirrspüler vorhanden ist.

Idealerweise wünschen sich Studenten wenigstens 36 Quadratmeter Wohnfläche. Auch sollte die Wohnung nahe der Uni und der nächsten Einkaufsmöglichkeiten gelegen sein. Die Realität sieht aber sehr viel anders als die Wünsche der Studenten aus. Nahezu die Hälfte der Befragten muss sich mit weniger als 30 Quadratmeter Wohnfläche zufrieden geben.

Begrenztes Budget schränkt die Auswahl ein

Im Schnitt haben die Studenten etwa 200 bis 350 Euro für die monatliche Miete zur Verfügung, wie knapp zwei Drittel der Befragten angaben. Nur etwa 20 Prozent können mehr als 400 Euro für die Miete ausgeben. Dass bei diesem Budget Wunsch und Realität auseinander driften, ist verständlich. Obwohl also kaum jemand in der WG leben will, bleibt vielen Studenten aus Kostengründen nichts anderes übrig.

(SW)

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