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Mittwoch, 22. Februar 2012

HRW als familienfreundliche Hochschule ausgezeichnet

Noch immer ist es alles andere als einfach, Familie und Beruf oder Familie und Studium unter einen Hut zu bringen. Doch dass es geht und wie es funktionieren kann, zeigt die Mühlheimer Hochschule Ruhr West (HRW): Sie darf sich seit kurzem mit dem Titel „Familiengerechte Hochschule“ schmücken.

Familienfreundlichkeit wird in immer mehr Unternehmen, aber genauso an Hochschulen groß geschrieben. Sich für diesen Bereich zertifizieren zu lassen, bedeutet fast immer einen Wettbewerbsvorteil, wie auch die Gleichstellungsbeauftragte der Mühlheimer Hochschule Ruhr West (HRW), Susanne Staude, bestätigt. Sie ist selbst Mutter von drei Kindern und arbeitet zusätzlich als Professorin für Thermodynamik. Um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen, sei es wichtig, ein optimales Zeitmanagement zu haben, aber auch Kollegen und Kolleginnen, die Verständnis für die Familie haben.

Mögliche Wege zu mehr Familienfreundlichkeit

Mehr Familienfreundlichkeit, das kann durch flexible Arbeits- und Studienzeiten, durch Heimarbeitsplätze und die Möglichkeit, Kinder sogar mal mit ins Seminar zu bringen, erreicht werden. Das Zertifikat „Familiengerechte Hochschule“ hat die HRW jetzt erst einmal erhalten, doch sie muss weiter an der Familienfreundlichkeit arbeiten, denn alle drei Jahre steigen die Anforderungen an die HRW, um die Auszeichnung behalten zu können.

Wichtige noch ausstehende Maßnahmen

Derzeit sind noch einige Maßnahmen nicht umgesetzt, die aber in der Zukunft realisiert werden sollen. So müssen Heimarbeitsplätze eingerichtet werden, außerdem solle es künftig finanzielle Unterstützungen für Studenten mit Familie geben. Auch die Einrichtung von Eltern-Kind-Zimmern, in denen neben dem Rechner noch eine Spielecke fürs Kind zur Verfügung steht, sind wichtig.

Sogar eine eigene Kindertagesstätte ist an der HRW vorgesehen, allerdings erst ab 2014, wenn die Hochschule auf den neuen Campus umgezogen ist. Gleichstellungsbeauftragte Staude arbeitet mit Hochdruck daran, denn spätestens dann werden etwa 4.000 Studenten an der HRW erwartet und das Angebot könnte sich lohnen. Derzeit wird zwar ebenfalls Unterstützung bei der Vermittlung von Babysittern, Au-Pairs und Co. geboten, doch bisher wird das Angebot, das seit Oktober 2011 besteht, noch nicht allzu stark angenommen.

(SW)

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