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Montag, 19. März 2012

Duales Studium auf dem Vormarsch

Duale Studiengänge, die Theorie und Praxis von Anfang an miteinander verknüpfen, werden immer beliebter. Das belegen aktuelle Zahlen, denen zufolge im Jahr 2011 bereits 930 duale Studiengänge angeboten wurden. Ein Jahr zuvor waren es gerade einmal 153 Studiengänge, die im dualen System absolviert werden konnten. Auch die Studenten selbst nehmen das Angebot begeistert an, denn das duale Studium bietet zahlreiche Vorteile.

Wer sich heute für ein duales Studium entscheidet, hat die Qual. Der sprunghafte Anstieg, der alleine vom Jahr 2010 auf das Jahr 2011 stattgefunden hat, macht das deutlich: Statt 153 werden mittlerweile 930 duale Studiengänge an den Hochschulen angeboten. Die Studenten griffen freudig zu: 2011 waren es schon 61.100, die das duale Studium absolvierten, ein Jahr zuvor waren es nur 10.400.

Vorteile dualen Studierens

Doch warum ist das duale Studium so beliebt? Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Die Verbindung von praktischen Einsätzen in einem Betrieb mit dem Erlernen theoretischer Grundlagen an der Hochschule bringen bessere Leistungen hervor. Da die Praxis die Theorie anwendet, werden die Hintergründe oft besser verstanden. Zudem sind die Studenten fest in den betrieblichen Ablauf eingeplant, sie haben somit sehr gute Chancen, nach Abschluss des Studiums übernommen zu werden. Nicht zuletzt spielen auch finanzielle Faktoren eine Rolle, warum sich immer mehr Studenten für das duale Studium entscheiden: Sie erhalten hier nämlich vom ersten Tag der Ausbildung an eine Vergütung.

Nachteile beim dualen Studium

Trotz aller Euphorie, die diese Vorteile jetzt vielleicht auslösen mag, sollte man sich davon nicht blenden lassen, denn das duale Studium kann auch Nachteile mit sich bringen. Einige Studiengänge werden mit einem Zertifikat abgeschlossen. Dieses wird nicht einheitlich anerkannt, weshalb sich Studenten für ein Studienfach mit „echtem“ Abschluss, wie Bachelor oder Master, entscheiden sollten. Dann steigen auch die Chancen, später einmal den Betrieb wechseln zu können.

Nicht zu vergessen ist die Belastung. Da die Studenten als Arbeitnehmer angestellt sind, müssen sie genauso all deren Pflichten mit übernehmen. Das Laissez-faire-Prinzip, das vermeintlich das klassische Studentenleben prägt, ist beim dualen Studium auf keinen Fall möglich.

(SW)

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