News | Wohnen
Mittwoch, 21. März 2012

Wohnungskündigung: Was zu beachten ist

Verschiedene Gründe können Mieter dazu bringen, den Mietvertrag für ihre Wohnung zu kündigen. Die Wohnung kann zu klein oder zu groß geworden sein, die Mieter müssen aus beruflichen Gründen umziehen, sie sind mit dem Wohnungsumfeld nicht mehr zufrieden – das sind nur einige der klassischen Gründe. Nur in wenigen Fällen berechtigen sie zu einer außerordentlichen Kündigung, in der Regel ist eine Kündigungsfrist einzuhalten.

Aus welchen Gründen auch immer eine Kündigung des Mietverhältnisses geplant ist, normalerweise ist eine Kündigungsfrist einzuhalten. Der erste Blick gilt deshalb dem Mietvertrag, denn hier ist die Kündigungsfrist in der Regel angegeben. Sie gilt meist für beide Seiten in gleicher Weise: Mit mindestens drei Monaten muss im Normalfall gerechnet werden, wobei auch die Art des Wohnraums eine Rolle spielen kann. Mit längerer Mietdauer verlängert sich in eingen Fällen auch die Kündigungsfrist um bis zu neun Monate; dies bedeutet, dass man etwa nach zehnjähriger Miete erst ein Jahr nach der Kündigung ausgezogen sein muss. Daher ist die frühe Planung eines Auszugs anzuraten – mit dem positiven Nebeneffekt, dass sich durch frühzeitige und umsichtige Planung oft auch Umzugskosten sparen lassen.

Zwei Dinge sind ebenso wichtig: Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und sollte entweder per Einschreiben an die richtige Adresse des Vermieters geschickt oder persönlich abgegeben werden (dabei den Empfang bestätigen lassen!). Die Kündigung muss bis spätestens am dritten Werktag des Monats zugegangen sein, wenn dieser Monat mitzählen soll.

Eventuell können Sonderrechte gelten, etwa wenn das alte DDR-Recht noch gelten sollte oder ein Zeitmietvertrag über eine bestimmte Dauer abgeschlossen wurde. An diesen Zeitmietvertrag muss sich dann auch der Mieter halten und kann während der Laufzeit nicht kündigen. Weitere Sonderrechte gelten unter bestimmten Voraussetzungen, wenn beispielsweise Modernisierungsmaßnahmen oder die Anhebung der Miete auf die ortsübliche Vergleichsmiete angekündigt wird.

Unbeschadet bleib die fristlose Kündigung, wenn dem Mieter eine Fortsetzung des Mietverhältnisses beispielsweise wegen Gesundheitsgefährdung oder Störung des Hausfriedens durch den Vermieter nicht mehr zugemutet werden kann. Da ist aber eventuell eine schriftliche Abmahnung erforderlich, damit der Vermieter Abhilfe schaffen kann.

Besser ist es, wenn der Mietvertrag ordnungsgemäß beendet werden kann. Bei gegenseitigem Einvernehmen ist natürlich auch eine frühere Beendigung möglich. Das kann Vorteile bringen, weil der Mieter keine doppelte Miete bezahlen müssen – und wenn beim Vermieter eine Warteliste für Mietinteressenten besteht, hat er meist auch keine Einwände.

(SW)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *