Angaben im LebenslaufIm Lebenslauf auf korrekte Angaben achten. Foto: Benjamin Thorn / PIXELIO
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Montag, 26. März 2012

Lügen im Lebenslauf – Wie viel Schwindel ist erlaubt?

Ein abgeschlossenes Studium mit Bestnoten und begleitender Berufspraxis, ein sechsmonatiges Praktikum im englischsprachigen Ausland und schlichtweg die besten Qualifikationen für den ausgeschriebenen Job – so manch ein Personaler mag sich vorkommen, als sei er nur von Genies umgeben. Oder aber er entlarvt die großen und kleinen Lügen, die sich nicht selten in Lebensläufen finden – und dann wird es unangenehm für den Bewerber.

Einige Schwindeleien wie etwa beschönigte Verantwortlichkeiten oder das Übertreiben von bestimmten Fähigkeiten kommen tatsächlich häufiger in Bewerbungen vor, sind dabei keinesfalls Kavaliersdelikte. Wer seinen Lebenslauf ein wenig verschönert, sollte gut aufpassen, denn die meisten Lügen können leicht entlarvt werden. Wer etwa sehr gute Sprachkenntnisse angibt, sollte sich auch fließend in der Sprache unterhalten können: Es könnte passieren, dass dem Bewerber im Vorstellungsgespräch ein Muttersprachler gegenüber sitzt, der die angegebenen Kenntnisse prüft. Darüber hinaus sollte nicht aus jedem Auslandsaufenthalt eine Studienreise oder Bildungsfahrt gemacht werden, wenn das nicht durch Zeugnisse bewiesen werden kann. Solche Beschönigungen können schnell enttarnt werden. Was gar nicht geht, sind natürlich Fälschungen von Diplomen oder Arbeitszeugnissen – auch Jahre später kann der Schwindel auffliegen und zu fristloser Kündigung und Strafanzeigen führen.

Kleinere Schönheitskorrekturen sind hingegen erlaubt: Wer mit fachlichen Kompetenzen nicht gerade glänzen kann, darf ruhig andere Aspekte ein wenig mehr betonen, wie etwa Social Skills. Erfunden werden sollten diese jedoch nicht – spätestens in der Probezeit kann die Wahrheit ans Licht kommen. Auch nicht verboten ist es, zum Beispiel den Kündigungsgrund des letzten Arbeitgebers ein wenig zu beschönigen. Solange nicht das Gegenteil bewiesen werden kann, sind etwas positivere Darstellungen hier erlaubt. Generell gilt: Die Art und Weise, wie ein Bewerber während der Bewerbungsphase auftritt, vermittelt dem Arbeitgeber einen Eindruck davon, wie es ist, mit ihm zu arbeiten. Es ist also wichtig, sich positiv darzustellen, dabei aber keine Tatsachen zu fälschen. Anstatt zu lügen, sollte der Bewerber versuchen, sich durch konkrete Angaben und sinnvolle Schlüsselworte von der Masse abzuheben.

(MG)

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