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Mittwoch, 4. April 2012

Personalmangel: Kein BAföG für Studenten in NRW

Wegen eines erheblichen Personalnotstands in den Studentenwerken in Nordrhein Westfalen warten viele Studenten seit einigen Monaten auf ihr BAföG. Eine Aufstockung des Personals scheint unabdingbar.

Es ist der Notstand in den Personalabteilungen der Studentenwerke in NRW ausgerufen worden. Die Mitarbeiter schaffen es nicht mehr gegen die unablässige Antragsflut anzukommen. Studenten bleiben auf ihre Bafögforderungen sitzen und sehen in leere Portemonnaies.

In der augenblicklichen Kritik steht die NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD), sie wird aufgefordert, das Personalproblem umgehend zu beheben. Studenten und Bürger reagieren mit Unverständnis, schließlich seien die steigenden Studentenzahlen schon im Vorfeld bekannt gewesen. Mit 570 000 Studierenden ist der Höchststand in Nordrhein Westfalen erreicht worden.

Nach aktuellen Zahlen des Deutschen Studentenwerks (DSW) benötigen Studenten durchschnittlich 770 Euro im Monat, dabei sind Studiengebühren noch nicht einmal mit eingeschlossen. Studierende versuchen zwar, durch Nebenjobs ihr BAföG ein wenig aufzubessern, doch lässt das Studium oft gar keine Zeit für eine zusätzliche Arbeit.

Besonders in Dortmund sind viele Studenten von dem Personalmangel beim Studentenwerk betroffen. Zwar wurden in den westdeutschen Städten zusätzliche Studienplätze geschaffen, aber an Wohnraum und Personal in den BAföG-Abteilungen nicht gedacht. So würden die Studenten in manchen Ämtern nicht einmal mehr auf Überbrückungsdarlehen hingewiesen werden. Diese würden nämlich eine gute Alternative bilden und die wochen- bis monatelangen Wartezeiten erleichtern. Die Universität Köln sowie die Universität Münster gehen mit gutem Beispiel voran und haben sogenannte Härtefälle-Darlehensprogramme eingeführt, um den Studenten schneller helfen zu können. Es bleibt offen, ob die anderen Universitäten nachziehen.

(SW)

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