News | Wohnen
Dienstag, 24. April 2012

Tipps für Studenten auf Wohnungssuche

Es ist ein altbekanntes Problem unter Studenten: bezahlbare Wohnungen und WG-Zimmer sind Mangelware, besonders in kleineren Unistädten. Zu Semesterbeginn wimmelt es auf dem Wohnungsmarkt von Suchenden – fündig werden dabei lange nicht alle.

Die doppelten Abiturjahrgänge und der Wegfall der Wehrpflicht, der die Studentenzahlen zusätzlich in die Höhe treibt, erleichtern die Lage auf dem Wohnungsmarkt nicht gerade. Seit einigen Jahren lassen sich Unis und Studentenwerke immer mehr Aktionen einfallen, die Erstsemester – die oftmals noch sehr jung sind und nie allein gewohnt haben – ein Dach über dem Kopf bieten sollen: Die Ideen reichen von Bettenlagern in Turnhallen bis hin zu in Rekordzeit errichteten Containerwohnungen. Einigen mag das in der Anfangszeit helfen, um jedoch dauerhaft ein Zuhause zu finden, in dem die Studentenzeit zu einem schönen Erlebnis wird, ist auf dem engen Wohnungsmarkt Initiative gefragt. Hier sind einige Tipps:

Regelmäßig Studenten-Wohnungsbörsen checken

Auf Seiten wie wg-gesucht.de, studenten-wg.de, wg-liste.de und mitwohnzentrale.de lohnt es sich, immer wieder nach neuen Angeboten zu suchen und dann schnell zuzuschlagen. Besonders in typischen Unistädten ist das Interesse groß und das gewünschte WG-Zimmer schnell an jemand anderen vergeben. Der Vorteil der WG-Börsen: Die Anzeigen laufen nicht über Makler und sind daher meistens provisionsfrei – ein Segen für den studentischen Geldbeutel.

Rechtzeitig bei Wohnheimen bewerben

In den meisten Städten haben Erstsemester eine realistische Chance, einen der begehrten Wohnheimplätze zu bekommen – vorausgesetzt, sie bewerben sich früh genug. Das sollte getan werden, sobald die Immatrikulationsbescheinigung vorliegt, denn nicht selten werden die Plätze in der Reihenfolge der Bewerbungen vergeben.

Eine neue WG gründen

Wer kein Zimmer findet, kann versuchen, eine große Wohnung anzumieten und sie sich mit Kommilitonen zu teilen. Bei der Wohnungsbesichtigung ist es dabei unbedingt ratsam, alle Unterlagen parat zu haben: Viele Makler und Wohnungseigentümer verlangen eine Schufa-Auskunft, einen Einkommensnachweis oder eine Bürgschaft der Eltern. Außerdem ist es von Vorteil, wenn man alle WG-Bewohner bereits zusammen hat – das gibt dem Vermieter Sicherheit. Es gibt einige Vorteil bei einer eigenen WG-Gründung, ist man nicht der Neuling in der WG, sondern Mitgründer, lassen sich die eigenen Vorstellungen bei der Wohnungsgestaltung besser einbringen, so kann man zum Beispiel das gemeinsame Wohnzimmer mit Mustertapeten verschönern, dazu eignen sich auch moderne Kunstdrucke.

Im Studentenwerk nachfragen

Ein rettender Anker ist häufig das Studentenwerk der Stadt: Hier werden manchmal noch nach Beginn des Semesters Zimmer angeboten. Informationen darüber gibt es meistens in den Studentenwerken direkt und weniger im Internet. Wer nach mehreren Wochen immer noch pendeln muss, weil keine WG-Zimmer ausgeschrieben werden, sollte sich hier erkundigen.

Senioren helfen für eine Unterkunft

Immer beliebter wird das Modell „Wohnen für Hilfe“, das in einigen deutschen Städten Studenten mit sozialer Ader zu einer Unterkunft verhilft. Diese dürfen kostenlos oder zu einem günstigen Mietsatz bei Senioren wohnen – als Gegenleistung erleichtern die Jungen den Alten den Alltag, bei Einkäufen, Hausarbeiten und sonstigen Erledigungen.

(Redaktion)

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