Uniplatz HalleViele Unigebäude im Osten sind richtige Schmuckstücke - "Studieren in Fernost" macht auf die Vorteile aufmerksam. Foto: OmiTs/wikimedia/cc-by-sa3.0
News | Hochschulen
Mittwoch, 25. April 2012

„Studieren in Fernost“ geht weiter

Wer als Unistandort attraktiver werden will, muss man sich schon einmal etwas einfallen lassen. Die Kampagne „Studieren in Fernost“, die den Osten Deutschlands als Studienstandort bewerben soll, wurde aus diesem Grund 2008 ins Leben gerufen.

Die Zahl der Studienanfänger in den ostdeutschen Bundesländern war 2008 deutlich zurückgegangen, während es im Westen Deutschlands es einen enormen Zuwachs an hochschulberechtigten SchülerInnen gab. Um an diesem Ungleichgewicht zu arbeiten, wurde eine Hochschulinitiative durch die fünf ostdeutschen Bundesländern gegründet. Die Marketingkampagne „Studieren in Fernost“ stellt einen großen Teil dieser Initiative dar und hat in den vergangenen fünf Jahren einiges bewirken können. So sind in den vergangenen Jahren die Immatrikulationszahlen  westdeutschen Studenten im Osten immer mehr gestiegen. 2010 kamen zum ersten Mal mehr Studenten in den Osten, als in den Westen abwanderten. Auch die aktuellen Zahlen für das Wintersemester 2011/12 zeigen, dass die Kampagne Erfolg hat: Von rund 55.200 Studienanfängern in vergangenen Wintersemester kamen circa  19.500 aus dem Westen Deutschlands. Im Vergleich zum Wintersemester 2008/09, als nur rund 11.000 von etwa 56.000 Studenten nicht gebürtig aus dem Osten kamen, sind dies deutlich mehr.

Die Kampagne soll weiter gehen

Insgesamt wurde die Marketingkampage „Studieren in Fernost“ in den letzten fünf Jahren mit rund 16 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Wissenschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) aus Sachsen-Anhalt deutete an, dass die Kampagne auch nach 2013 gute Chancen hätte, weitergeführt zu werden. Auf einer Konferenz der Initiative, die letzte Woche am Montag in Berlin stattfand, wurde ebenfalls eine positive Zwischenbilanz gezogen.

Ostdeutschland ist deshalb noch lange keine Konkurrenz für die westdeutschen Unistädte, auch wenn recht viele Abiturienten in den Osten „abwandern“, so Birgitta Wolff. Man könnte die Verschiebung vor allem als Entlastung der Universitäten im Westen sehen, da diese mit den Doppeljahrgängen zu kämpfen hätten, so die Politikerin weiter.

(Redaktion)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *