UniCheckliste für Erstsemester - In der Anfangszeit kann man schnell mal überfordert sein. Foto: www.JenaFoto24.de / PIXELIO
News | Hochschulen
Mittwoch, 16. Mai 2012

Aktuelles Hochschulranking erschienen

Der detaillierteste Hochschulvergleich hierzulande wurde in diesem Jahr aktualisiert und kürzlich veröffentlicht. Das CHE-Ranking 2012/2013 bewertet Unis und Fachhochschulen und soll Abiturienten dabei helfen, sich für das richtige Studienfach zu entscheiden. Die Methodik des Hochschulrankings ruft jedoch einige Kritiker auf den Plan.

Hochschulrankings dienen dazu, die Qualität von Forschung und Lehre an Hochschulen sowie der Fakultätsentwicklung anhand verschiedener Kriterien zu bewerten. Besonders bekannt ist im deutschsprachigen Raum das Ranking der ZEIT in Zusammenarbeit mit dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). Deren aktueller Hochschulvergleich 2012/2013, in dem Unis und Fachhochschulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden bewertet wurden, ist jetzt veröffentlicht worden. Laut ZEIT ONLINE wird es immer wichtiger für Schulabgänger, sich intensiv damit auseinanderzusetzen, was und wo sie studieren wollen. Innerhalb derselben Fachrichtung könnten sich Schwerpunkt und Aufbau des Studiengangs stark unterscheiden. Das aktuelle Hochschulranking enthält Daten zu mehr als 30 Fächern und gut 300 analysierten Hochschulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden.

Infolge der doppelten Abiturjahrgänge gibt es derzeit besonders viele und junge Studienbewerber, denen das Bewertungsportal helfen soll, die passende Hochschule und das richtige Studienfach auszuwählen. Bereits im letzten Jahr fehlten nach Angaben von ZEIT ONLINE an den Unis etwa 50.000 Studienplätze, 2012 soll es noch enger werden. Wer aus diesem Grund erst 2013 mit dem Studium  beginnen will, umgehe das Problem nicht: Für das nächste Jahr sei die Aussicht noch schlechter, denn die Zahl der Studienanwärter soll noch stärker steigen.

Kritiker sehen bei dem CHE-Ranking, das alle drei Jahre aktualisiert wird, einige Probleme. So wird häufig bemängelt, dass es weder den Datensatz, noch eine detaillierte wissenschaftliche Beschreibung der Methodik selbst veröffentlicht. Somit wären die Zahlen nicht nachzuvollziehen und gelten daher als unwissenschaftlich. Darüber hinaus weisen Kritiker auf mehrere Schwächen des Hochschulrankings hin. So habe das Kriterium „Empfehlung von Professoren für ein Studium“ nur eine geringe Aussagekraft, da zweifelhaft sei, ob externe Professoren tatsächlich ein qualifiziertes Urteil zum Studium an einer anderen Hochschule äußern könnten. Außerdem lässt das CHE Medienberichten zufolge aus Datenschutzgründen die Umfrageunterlagen durch die Hochschulen oder Universitäten verteilen – dies ermögliche beliebige Manipulationen durch die Hochschulen oder Universitäten. Ein weiterer Kritikpunkt, der in öffentlichen Debatten um das Hochschulranking auftaucht, sind Datenlücken, zum Beispiel die Anzahl der Absolventen oder die Durchschnittsnote betreffend, die es schwierig machen, die Hochschulen zu vergleichen. Auch ist Medienberichten zufolge die Herkunft der Daten nicht geklärt und wie diese zustanden gekommen sind.

(Redaktion)

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