ÜberlegungAbi und dann? Ein Tutorenprogramm soll helfen sich richtig zu entscheiden. Studenten stehen mit Rat und Tat zur Seite. Foto: Benjamin Thorn / PIXELIO
News | Studium
Montag, 21. Mai 2012

Studieren ausprobieren

Studieren geht über probieren – wirklich? Die Zahl der Studienabbrecher und -abbrecherinnen zeigt, dass Studieren nicht immer die beste Berufswahl ist, vor allem wenn die Wahl des Studienfachs mit einer gewissen Portion Unsicherheit verbunden ist. Wie kann man dem abhelfen?

Der unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Annette Schavan (CDU) stehende Verein quaestia beschreitet einen neuen Weg, um angehende Studenten schon rechtzeitig über das zu informieren, was bei einem Studium auf sie zukommt. Er betreibt eine Online-Plattform im Internet, über die Abiturienten einen Studenten oder eine Studentin des von ihnen gewünschten Faches kontaktieren können. Dadurch soll sich die Entscheidungsgrundlage bei der Wahl des Studienfaches verbessern.

Einfach mal reinschnuppern

Bei gegenseitigem Einverständnis muss es nicht bei Frage und Antwort bleiben. Auch eine Schnupperwoche – vielleicht auch nur drei Tage – ist drin. Während dieser Zeit hält sich der Schüler oder die Schülerin bei ihrem Schnupperpartner auf und begleitet ihn bei den Hochschulaktivitäten. Auch die Beteiligung an Freizeitaktivitäten ist vorgesehen, eine Chance also, das Studentenleben in all seinen Facetten kennenzulernen. Interessierte Studenten, die sich eines Schülers annehmen, erhalten für eine erfolgreich durchgeführte Schnupperwoche ein Zertifikat vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als Beleg für sein soziales Engagement sowie eine Aufwandsentschädigung vom Schüler von 30 Euro, die jedoch nicht verpflichtend ist.

Entscheidung wird leichter

Es kann ganz schön stressig sein, wenn der Schüler oder die Schülerin einer Vorlesung über Zellbiologie oder Biochemie in Englisch folgen soll. Das beugt allerdings falschen Vorstellungen vor. Der Schüler weiß, was auf ihn zukommt – die Gefahr, das falsche Studium zu wählen, ist deshalb deutlich geringer. Auch die Antwort auf die Frage, ob ein Studium überhaupt infrage kommt, ist so einfacher zu finden.

Denn nur durch das eigene Erleben bekommt man ein gutes Bild von Universität und Umgebung, davon ist Elisabeth Haller überzeugt. Sie ist eines der Gründungsmitglieder von quaestia und auch heute noch für die Internetplattform aktiv.

(Redaktion)

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