HamburgDen Hamburger Unis soll das Geld gekürzt werden, der Senat bestreitet die Richtigkeit der Angaben. Thomas Tobaben/ PIXELIO
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Mittwoch, 6. Juni 2012

Hamburger Unis sollen auf Sparkurs gesetzt werden

Eine Anfrage der Grünen Bürgerschaft bei der Wissenschaftsbehörde hat ergeben, dass die Unis in Hamburg künftig mit weniger Geld auskommen sollen.

Nach Angaben der Wissenschaftsbehörde, auf eine Anfrage der Grünen Bürgerschaft Hamburg hin, steht den Unis demnächst weniger Geld zu. Die Hamburger Hochschulen und die Wissenschaftsbehörde haben Verträge miteinander geschlossen, die die finanzielle Situation der Hochschulen absichern soll. Genau darüber entbrennt jetzt jedoch ein Streit, der von der Grünen Bürgerschaft ausgeht.

Laut Auskunft der Wissenschaftsbehörde soll die Uni Hamburg sechs Millionen Euro weniger bekommen, ebenso wie die Technische Universität Hamburg-Harburg. Der Senat bestreitet dies und gibt an, dass fehlerhafte Berechnungen das Ergebnis verfälschen und erst im Herbst die richtigen Zahlen feststehen würden.

Anfrage zeigt traurige Zahlen

Die Grünen-Fraktion in der Bürgerschaft hat beim Senat eine Kleine Anfrage zur finanziellen Versorgung der Hamburger Hochschulen, gestellt. Dabei stellte sich heraus, dass die Hamburger Uni statt 286 Millionen Euro im Jahr 2011 künftig mit 280 Millionen Euro auskommen müsse. Auch die Technische Universität Hamburg-Harburg soll, statt bisher 74, nur noch 68 Millionen Euro erhalten. Bei der Hochschule für Musik und Theater sollen künftig 1,4 Millionen und bei der Hochschule für Bildende Künste 860.000 Euro fehlen.

Die Grünen, vor allem deren wissenschaftspolitische Sprecherin Eva Gümbel, sehen, nach Angaben der Welt, ein massives Sparprogramm auf die Unis zukommen, deshalb soll der Senat bis zum Jahresende einen klaren Bericht über die künftige Finanzierung der Hamburger Hochschulen offen legen, so die Forderung der Grünen.

Falsche Berechnungen laut Senat

Der Senat, genauso wie die Wissenschaftsbehörde, bestreitet massive Kürzungen bei den Hochschulen. Es wird darauf verwiesen, dass einige Summen der Ausgaben 2011 doppelt berechnet worden seien. Außerdem weist die Wissenschaftsbehörde darauf hin, dass die genannten Beträge Mindestbeträge seien und im Rahmen der künftigen Verhandlungen noch angepasst werden könnten.

Zudem stünden die konkreten Beträge erst im September/Oktober 2012 fest. Außerdem hätte die Hamburger Uni auch 2011 nur 280,2 Millionen Euro erhalten, wenn die Rechnungen richtig durchgeführt worden wären, so der Senat. Generell habe die Wissenschaftsbehörde das Ziel, alle Hochschulen finanziell zu unterstützen und zwar so, dass keine von ihnen weniger Gelder als im Vorjahr erhalte.

(Redaktion)

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