Uni CottbusDie BTU soll mit der Uni Lausitz gemeinsam die neue "Energieuniversität Lausitz" bilden. Die BTU wehrt sich allerdings dagegen. Foto: Sane/wikimedia/cc-by-sa3.0
News | Hochschulen
Montag, 11. Juni 2012

Uni Cottbus wehrt sich gegen Auflösung

Um die Universität Cottbus und die Universität Lausitz attraktiver zu machen, sollen die beiden in einem gemeinsamen Hochschulkonzept zusammengelegt werden. Die BTU wehrt sich gegen eine Auflösung der Hochschule.

Im Vergleich zu den Technischen Universitäten in Berlin und Dresden mit ihrem breiten Studienangebot, kann die Brandenburgische Technische Universität (BTU) in Cottbus nicht mithalten. Eine Lösung die schon von verschiedenen Seiten ins Gespräch gebracht wurde, sind deutlich weniger Studienfächer, diese dafür aber qualitativ aufgewertet.

Doch bisher hat sich die BTU den Reformbemühungen verschlossen. Jetzt will Brandenburgs Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (für SPD) ein Machtwort sprechen und die BTU auflösen. Danach soll eine Neugründung erfolgen, in die der gestraffte Lehrbetrieb der BTU gemeinsam mit dem Lehrbetrieb der Fachhochschule Lausitz in Senftenberg eingebracht werden soll. Der Schwerpunkt soll dabei auf das Thema Energie gelegt werden; deshalb lautet der Arbeitstitel für die neue Universität auch „Energieuniversität Lausitz“. Die Fachhochschule Lausitz hat bereits ihre Zustimmung zu diesem Konzept signalisiert.

Dem will sich die Leitung der BTU nicht anschließen. Sie hat jetzt ein eigenes Konzept zur Kooperation mit der Fachhochschule Lausitz vorgelegt, es sieht vor, wissenschaftliche Einrichtungen gemeinsam zu nutzen. Gleiches gilt für Synergien in Infrastruktur und Verwaltung. Neue moderne Studienfächer sollen angeboten werden, sowie das Ingenieurstudium sowohl forschungs- als auch anwendungsorientiert möglich sein.

Die BTU wies auf die Risiken einer Neugründung hin. Dazu sei ein Gesetzgebungsverfahren nötig, während die eigenen Vorschläge sofort umgesetzt werden könnten. Auch für die Aufnahme der neuen Universität in die Deutsche Forschungsgemeinschaft sieht die BTU weniger gute Chancen.

Die Ministerin hat die Vorschläge der BTU als willkommenen Diskussionsbeitrag zur Kenntnis genommen, will aber bei ihrem Konzept bleiben. Sie traut der BTU nicht zu, die Vorschläge umzusetzen; schließlich habe der Wissenschaftsrat bereits 2002 mehr Zusammenarbeit der BTU mit der FH und eine Konzentration auf das Energiethema gefordert, geschehen sei seitdem nichts.

Die Studenten an der BTU werden langsam unruhig und wollen Klarheit über ihre Studienmöglichkeiten haben. Der Landtagsabgeordnete Jürgen Maresch (Linke) unterstützt die Studenten und hält der Ministerin vor, nur sparen zu wollen.

(Redaktion)

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