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Montag, 2. Juli 2012

Studieren im Ausland: Es geht auch ohne Erasmus

Viele Studenten wollen während ihres Studiums ein Jahr im Ausland verbringen. Erasmus fördert den europaweiten Austausch von Studenten zwischen Partneruniversitäten, das EU-Programm wird von vielen Jung-Akademikern dankend in Anspruch genommen. Doch Weg ins Ausland führt nicht zwingend über Erasmus.

Warum im Ausland studieren? Es ist die Neugier, das Interesse an anderen Kulturen und die Abenteuerlust, die viele Studenten ins Ausland verschlägt. Hier bieten sich viele neue und ungeahnte Möglichkeiten. Der einfachste Weg um an einer ausländischen Universität zu studieren, heißt Erasmus.

Das EU-Programm fördert den europaweiten Austausch von Studenten zwischen Partneruniversitäten. Ein großer Vorteil des Programms: die feste Struktur und die finanzielle Förderung. So kümmern sich Programmkoordinatoren um Fragen und Probleme und um die Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistung.

Allerdings bekommen nicht alle Studenten einen Programmplatz. Als „Free Mover“ haben sie die Chance, sich selbst bei einer ausländischen Gasthochschule um die Zulassung zu bewerben. Zwar haben die „Free Mover“ in der Regel den größeren zeitlichen, organisatorischen und finanziellen Aufwand, dafür können sie den Studienort frei wählen. Die Bewerber müssen jedoch beachten, dass die Anforderungen der Gasthochschulen für freie Bewerbungen oft höher als in Austauschprogrammen sind. So sind die einzureichenden Unterlagen umfangreicher, Fristen strikter und Sprachnachweise formalisierter.

Finanzielle Unterstützung für das Auslandsjahr erhalten die „Free Mover“ durch das Auslands-Bafög. Zudem können sich die Studenten für ein Promos-Stipendium des Deutschen Akademischen Dienstes (DAAD) bewerben. In der DAAD sind momentan 279 Hochschulen in der Förderung. Die Hochschulen müssen sich beim Deutschen Akademischen Dienst erfolgreich bewerben, um ein Budget zu erhalten mit dem sie die Auslandaufenthalte ihrer Studenten fördern können. Das Auswahlverfahren für Promos liegt somit bei der jeweiligen Hochschule. Die Förderung umfasst 300 Euro im Monat und ist höher als bei Erasmus. Allerdings kann das Verfahren von Hochschule zu Hochschule variieren.

Organisatorische Hilfe finden die „Free Mover“ auch außerhalb der Hochschule. So sind beispielweise Angebote von Organisatoren, die von Hochschulen im Ausland finanziert werden, empfehlenswert. Diese können Vermittlungen und Beratung kostenfrei zur Verfügung stellen. Allerdings müssen die Studenten bei den ausländischen Studiengebühren tief in die Tasche greifen. Daher sollten sie sich frühzeitig über die finanzielle Unterstützung informieren, um ihren Auslandsaufenthalt so schön wie nur möglich gestalten zu können.

(Redaktion)

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