Uni MarburgDie Uni Marburg möchte auf die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste aufgenommen werden. Foto: Nikanos/wikimedia/cc-by-sa3.0
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Montag, 30. Juli 2012

Uni will UNESCO-Kulturerbe werden

Wegen seiner Hochschultradition hofft die Universitätsstadt Marburg auf den Welterbetitel der UNESCO. Mit Hilfe eines gemeinsamen Antrags mit dem württembergischen Tübingen soll eine Eintragung in die Weltkulturerbe-Liste erreicht werden.

Mit einem gemeinsamen Antrag wollen aktuellen Medienberichten zufolge das hessische Marburg und Tübingen in Baden-Württemberg eine Eintragung in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO erreichen. In den vergangenen 500 Jahren hätten in beiden Städten die Universitäten die bauliche und die kulturelle Stadtentwicklung entscheidend geprägt, sagte laut der Nachrichtenagentur dapd Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) bei der Präsentation der Bewerbung. Dies sei einzigartig unter allen Universitätsstädten in Deutschland. Marburg sei seit 1983 davon überzeugt, mit einzelnen Bauwerken wie dem Stadtschloss oder der Elisabethkirche, die UNESCO-Kriterien zu erfüllen. Aus der Erkenntnis, dass diese Gebäude alleine nicht für einen Eintrag in die Welterbeliste reichen, hätten sich die Schwerpunkte des Antrags verlagert, so Vaupel laut dapd. Mit der jetzt formulierten Bewerbung, die sich auf das geistige Erbe der Universitätsstadt stützt, hätte man seiner Ansicht nach heute die besten Chancen, das Ziel auch zu erreichen.

Die Marburger Universität wurde im Jahr 1527 gegründet und gilt mit ihren etwa 21.500 Studenten und fast 4.000 Mitarbeitern als die weltweit älteste noch bestehende protestantische Hochschule. Die Institute verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet. Die Initiatoren der Welterbe-Bewerbung sind davon überzeugt, dass Marburg ein besonderer, von der Hochschule geprägter Kulturraum ist, doch haben sie bis zu einer eventuellen Aufnahme in die UNESCO-Liste einen langen Weg vor sich: Eine Entscheidung könne frühestens 2017/2018 fallen, erklärt Gerd Weiß, der Präsident des Landesamts für Denkmalpflege und gleichzeitig Hessens Welterbebeauftragter, gegenüber der WELT. Neben Marburg hoffen auch Wiesbaden und Darmstadt auf die Aufnahme in die Reihe der Welterbe-Städte.

(Redaktion)

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