Uni KölnDie Uni Köln hat ihren Exzellenz-Status bekommen. Studenten und Rektor sind geteilter Meinung darüber. Foto: Charlie3/wikimedia/cc-by-sa.3.0
News | Hochschulen
Dienstag, 31. Juli 2012

Exzellenz-Status der Uni Köln

Die Uni Köln hat den Exzellenz-Status als Elite-Uni bekommen. Bei den Studenten gibt es geteilte Meinung über diesen Status. Der AStA kritisiert die Auszeichnung.

Jetzt ist es amtlich: die Uni Köln wurde zur Elite-Universität gekürt. Dass dies kein Dauerzustand sein muss, zeigt der Blick auf die Universitätslandschaft. Andere Universitäten haben diesen Status verloren, und Köln hat ihn jetzt gewonnen. Doch nicht alle sind darüber froh oder gar euphorisch, so wie der Rektor der Uni Köln, Axel Freimutz.

Der Exzellenz-Status – was bringt er eigentlich? Er bringt Geld für die Forschung, aber er hat auch Zeit und Geld gekostet und damit Kapazitäten gebunden. Mehr Geld für die Lehre gibt es durch den Exzellenz-Status nicht– und hier hätte der AStA der Uni Köln viel lieber Investitionen gesehen.

In erster Linie ist der Exzellenz-Status natürlich ein Imagegewinn für Köln die Universität. Über fünf Jahre hinweg kann die Uni mit einer Förderung von 2,7 Millionen Euro pro Jahr rechnen. Der Titel ist auch ein Gütesiegel, das Professoren aus dem In- und Ausland anzieht und
mehr bezahlte Spitzenforschung nach Köln bringt, ein willkommener Nebeneffekt.

Zunächst einmal können mit diesen Mitteln Nachwuchsforscher besser und gezielter gefördert werden. Ebenso können die Forschungsschwerpunkte an der Uni Köln, etwa die Alterns- und die Pflanzenforschung, ausgebaut werden.

Weniger Freude bei Studenten

Die Studenten dagegen sehen es mit gemischten Gefühlen. Die Hörsäle werden noch voller, die Lehre dadurch nicht unbedingt besser. Philipp Schubert vom AStA der Uni Köln beispielsweise meint, dass es gute Bildung für alle geben solle, nicht nur für die Studenten an Eliteuniversitäten. In seinen Augen verdient die Lehre an der Uni wohl kaum das Prädikat „exzellent“. Er hofft, dass die Professoren jetzt, nachdem das Bewerbungsverfahren vorüber ist, wenigstens wieder mehr Zeit für die Studenten haben.

Und die Professoren? Da ist ein interner Wettstreit um die Mittel zu befürchten, der auch nicht für gute Stimmung sorgen wird, davor warnt zumindest Bernhard Kempen, Direktor des Instituts für Völkerrecht an der Uni Köln.

(Redaktion)

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