Uni-BibliothekDie Bibliothek in Leipzig hatte bisher rund um die Uhr geöffnet. Auf diese Flexibilität müssen Studenten demnächst wohl verzichten. olga meier-sander / PIXELIO
News | Studium
Montag, 13. August 2012

Studenten der Uni Leipzig protestieren gegen Kürzungen des Budgets der Uni-Bibliothek

Der Bibliothek der Uni Leipzig stehen erhebliche Kürzungen bevor. Die Studenten betrifft insbesondere die Abschaffung der 24-Stunden-Öffnungszeiten.

Studierende der Universität Leipzig protestieren mit einem öffentlichen Plenum auf dem Campus-Innenhof und nächtlichen Mahnwachen gegen die geplanten Kürzungen an den Universitätsbibliotheken. Da mindestens 280.000 Euro fehlen, soll unter anderem der 24-Stunden-Betrieb der Campus-Bibliothek eingestellt werden.

Der Luxus mehrerer rund um die Uhr betriebener Bibliotheken, den es in Leipzig seit 2009 gibt, könnte bald ein Ende haben, das befürchtet Charlotte Bauer, stellvertretende Direktorin der Universitätsbibliothek, die sich gegenüber Campus Online, einem Projekt von lvz-online und Leipziger Journalistikstudenten, äußerte. Bauer zufolge gibt es eine Finanzierungslücke für die Campus-Bibliothek von circa 40.000 Euro. Bisher seien die Kosten für den Wachdienst immer aus den eigenen Einnahmen gedeckt worden, diese seien aber in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken, während die Ausgaben für den Wachdienst aufgrund der Einführung des Mindestlohnes stiegen. Zusätzlich müsse man aufgrund der Haushaltsanordnung der Universität dieses Jahr erstmals 20.000 Euro der Einnahmen abführen.

Die Bibliotheksführung will nun kürzere Öffnungszeiten einplanen, als wahrscheinlich gilt eine Verkürzung auf 8 bis 22 Uhr. „Selbst das können wir nur stemmen, indem wir neben unseren eigenen Mitarbeitern auch studentische Hilfskräfte an der Theke im Eingangsbereich einsetzen würden“, erklärt Bauer gegenüber Campus Online. Aus Protest gegen die Abschaffung des 24-Stunden-Betriebs, ein Alleinstellungsmerkmal der Universität in Sachsen, veranstaltete der Studentenrat am Dienstagmittag ein Plenum, in dem Charlotte Bauer vor etwa 100 Studenten Fragen zur Finanzlage der Campus-Bibliothek beantwortete. Zusätzlich fanden Mahnwachen vor dem Nachteingang der Bibliothek statt.

Die Sparzwänge der Uni Leipzig betreffen nicht nur die Öffnungszeiten der Zweigbibliotheken, sondern es könnte noch schlimmer kommen – Grund dafür ist ein Finanzloch von 280.000 Euro bei den Erwerbungsmitteln, entstanden durch die Kürzung des Sächsischen Wissenschaftsministerium bei den Sondermitteln. Unter Umständen müsse auch den Zugang zu digitalen Datenbanken und das Angebot der Zeitschriften-Abonnements eingeschränkt werden, so Bauer.

(Redaktion)

Eine Antwort auf Studenten der Uni Leipzig protestieren gegen Kürzungen des Budgets der Uni-Bibliothek

  1. Svenja R. sagt:

    Ich finde den 24-stündigen Zugang zur Bibliothek nicht sinnvoll, 8-22:00 Uhr reicht vollkommen aus. Wichtiger ist da der Zugang zu digitalen Datenbanken, welcher nicht gekürzt werden sollte. Gerade in sich ständig entwickelnden und ändernden Wissenschaftsfeldern sind diese Datenbanken unerlässlich.

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