Uni KölnAn der Uni Köln gibt es mehr Bewerber als Studienplätze, deshalb sollen bis 2015 8.000 neue Plätze geschaffen werden. Foto: Charlie3/wikimedia/cc-by-sa3.0
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Montag, 3. September 2012

Uni Köln: 8000 neue Studienplätze

Die steigend Zahl der Erstsemester lässt Universitäten neue Studienplätze schaffen. Die Uni Köln will bis 2015 rund 8.000 neue Studienplätze einrichten.

Derzeit sind die Studienplätze in Deutschland rar. Die Universitäten können den Ansturm der Studenten kaum bewältigen. Schließlich sind es zwei Abiturjahrgänge, die nahezu gleichzeitig in die Hochschulen drängen. Und dazu kommt noch die Abschaffung der Wehrpflicht, die ebenfalls zu einem zusätzlichen Bedarf an Studienplätzen führt.

Allein die Uni Köln will bis zum Jahr 2015 8.000 neue Studienplätze schaffen. Der Asta der Universität ist allerdings der Ansicht, dass dies nicht ausreicht, um alle Studienbewerber unterzubringen. Innerhalb der letzten zwei Jahre wurden etwa 5.000 Zugänge registriert, eine richtige Flutwelle. Derzeit 40.000 Studenten an der Universität eingeschrieben und ein Ende der hohen Bewerberzahl ist noch nicht abzusehen. Für das kommende Wintersemester haben sich so viele Abiturienten beworben wie noch nie. Auf einen Studienplatz kommen zwölf Bewerber.

Lehre leidet unter hohen Einschreibungszahlen

Das beeinträchtigt auch die Lehre. Schon jetzt sei die Uni überlastet, meint der Asta. In vielen Vorlesungen gibt es nicht genug Sitzplätze, die Studenten sitzen auf den Treppen. Das ist nicht nur unbequem, sondern auch ein Sicherheitsrisiko. Auch die Akustik ist beeinträchtigt; es sei so laut, dass die Konzentration der Studenten darunter leide.

In Köln kommen 60 bis 80 Studenten auf einen Dozenten, in manchen überlaufenen Studiengängen, wie der Betriebswirtschaft seien es sogar 170 Studenten – ein Verhältnis, das dem Sozialreferenten Alexander Suchomsky nicht mehr tragbar erscheint.

Die Universität hält dem entgegen, dass sie durchaus Maßnahmen getroffen habe, um dem derzeitigen Ansturm gerecht werden zu können. Ein komplett neues Hörsaalgebäude wurde errichtet und zusätzliche Räume wurden in der Stadt angemietet. Dadurch konnten insgesamt 900 zusätzliche Studienplätze geschaffen werden, wie der Pressesprecher der Universität, Patrick Honecker, auf Nachfrage mitteilte.

Dazu kommt noch das neue Studierenden-Service-Center. Hier wird auf mehr als 1.000 Quadratmeter Fläche bis zum Jahr 2013 eine zentrale Anlaufstelle für die Studenten entstehen. Außerdem wird die Mensa umgebaut und den Studenten ab April 2013 wieder voll zur Verfügung stehen. Dann wird auch die Essensversorgung wieder besser sein.

(Redaktion)

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