Uni KölnAuf dem Campus der Uni Köln wird bald nichts mehr so aussehen, wie es war. Foto: A.Savin/wikimedia/cc-by-sa3.0
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Mittwoch, 12. September 2012

Uni-Baustelle Köln

Der Campus der Universität zu Köln soll für etwa 1,3 Milliarden Euro umgestaltet werden.

Dringender Sanierungsbedarf ist am maroden Gebäudekomplex der Universität zu Köln gegeben. Da man dem neuen Status Exzellenz-Universität gerecht werden möchte und die Zahl der Studierenden beständig ansteigt, wurde nun von den Verantwortlichen gemeinsam mit der Stadt ein Masterplan entworfen. Er enthält die Neugestaltung der Universität und sieht die grundlegende Sanierung des Campus für etwa 1,3 Milliarden Euro sowie die Erweiterung desselben durch neue Bauten bis 2025 vor.

Die nutzbare Fläche vergrößert sich erheblich

Zurzeit nutzen Studierende und Dozenten eine Fläche von etwa 210.000 Quadratmeter. Schon in zwei Jahren sollen es rund 290.000 Quadratmeter sein. Aus diesem Grund sieht der Campus aktuell eher wie auf einer Großbaustelle aus. Die Bagger rollen am Albertus-Magnus-Platz an den provisorisch aufgestellten Containern entlang, Handwerker und Bauarbeiter verwandeln den Campus durch ihr emsiges Treiben in einen überdimensionalen Bienenstock. Allerorten fallen alte Gebäude der Abrissbirne zum Opfer und werden durch neue ersetzt. Inzwischen lassen sich sogar erste zaghafte Konturen des groß angelegten Masterplans entdecken.

Im nächsten Jahr ist bereits die Fertigstellung des neuen Service Centers für die Studenten geplant. Die Baukosten betragen alleine für dieses ungefähr 40 Millionen Euro. Begonnen wurde ferner die Sanierung des Philosophikums. Von den Studenten mehr oder weniger liebevoll als das „Gebäude ohne Fenster“ bezeichnet. Dessen Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen. Dann hat es etwa 39 Millionen Euro verschlungen und erstrahlt im neuen Glanz. Die Eröffnung des neuen Seminargebäudes feierte man dagegen schon 2010. Rund zwölf Millionen Euro hat es gekostet. Der Entwurf des Baus stammt vom Kölner Architekten Paul Böhm. Die umfassende Sanierung der Fassade des Hauptgebäudes wurde ebenfalls abgeschlossen.

Nicht nur den Anforderungen einer Exzellenz-Universität möchte man gerecht werden

Mit den großen Projekten geht es den Verantwortlichen nicht nur darum, die Anforderungen des Status Exzellenz-Universität mit modernen Forschungseinrichtungen zu erfüllen, man möchte außerdem auch den Dingen des alltäglichen Bedarfs Aufmerksamkeit schenken. Für Johannes Neyses, als Kanzler der Universität zu Köln, gehören dazu sanierte Hörsäle und Toiletten, obgleich sich die Situation im Moment etwas schwierig gestaltet, wenn die Vorlesungen vom permanenten Dröhnen der Presslufthämmer begleitet werden.

Trotzdem ist man froh über die in Gang gekommenen Bauarbeiten zur Umsetzung des Masterplans „Universität wird Stadt“. Die Universität wurde 2006 als Eigentümerin in das Grundbuch eingetragen. Die Basis für die Eintragung bildet ein Abkommen mit der Landesregierung. Durch die Grundbucheintragung übernahm man als erste Hochschule in Nordrhein-Westfalen die alleinige Verantwortung für die Planung von Baumaßnahmen und deren Ausführung. Gleichzeitig obliegt der Universität die selbstständige Verwaltung des Budgets. Darin eingeschlossen sind die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen und für die neuen Gebäude sowie den späteren Betrieb.

(Redaktion)

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