Studenten sind armStudenten gehören zu einer der ärmsten Bevölkerungsgruppen. Foto: Benjamin Thorn / PIXELIO
News | Finanzen
Mittwoch, 19. September 2012

Mehr Geld im Studium

Studenten sind in Deutschland eine der ärmsten Bevölkerungsgruppen. Hohe Studiengebühren, Büchergeld, Miete, Essen und ab und zu ein Kinobesuch – das alles schmälert das Portemonnaie und wirft die Frage auf: Wie komme ich zu mehr Geld?

Den Studenten bieten sich heute mehr Geldquellen denn je. Allerdings lassen sich viele von ihnen nur schwer anzapfen oder müssen später abbezahlt werden. Die meisten Finanzierungsquellen haben oft einen Haken. So gehen Stipendien meist nur an die klügsten Köpfe, Bildungsfonds und Kredite schmälern das Einstiegsgehalt nach dem Studium und für Nebenjobs fehlt es den angehenden Akademikern oft an Zeit.

Die meisten der jungen Studenten vertrauen allerdings auf die traditionelle Einkommensquelle: ihre Eltern. Im Durchschnitt unterstützen diese ihr Kind mit 445 Euro pro Monat. Häufig können Eltern ihre Kinder allerdings gar nicht finanziell unterstützen, obwohl sie gerne würden. In diesem Fall greift der Staat ein und unterstützt den Studenten finanziell. Hierfür muss der Student Bafög beim jeweiligen Studentenwerk beantragen. Voraussetzung für eine Genehmigung des Antrages ist, dass der Student die Deutsche Staatsangehörigkeit besitzt. Außerdem sollte er Studium zügig beenden und einen Bachelor vor dem 30. und einen Master vor dem 35. Lebensjahr beginnen.

Werden alle diese Kriterien erfüllt, fördert ihn der Staat zur Hälfte mit einem zinslosen Darlehen und mit einem Zuschuss. Der Höchstsatz beim Bafög liegt bei 670 Euro. Bei der Rückzahlung des Bafögs müssen nicht mehr als 10.000 Euro zurückgezahlt werden. Diese Summe muss der Student auch erst fünf Jahre nach dem Ende der Regelstudienzeit in Raten von mindestens 105 Euro abzahlen.

Doch viele Studenten wollen nach ihrem Studium richtiges Geld verdienen und nicht auf einem hohen Schuldenberg sitzen bleiben. So gehen die meisten von ihnen auch neben ihrem Studium jobben, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. 65 Prozent der Studenten wählen diese Option und verdienen dadurch durchschnittlich 323 Euro dazu.

Wer schlau ist, bekommt allerdings auch ohne Arbeit etwas Geld dazu. Zahlreiche Stiftungen, Vereine oder der Staat machen Geld locker, um Studenten ihr Studium zu bezahlen. Doch nur wenige kommen in den Genuss dieser Finanzierungsquelle: Laut neuesten Zahlen sind es rund 3 Prozent aller Studenten. Vor Formulierungen wie „sehr gute Studienleistungen“ sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn oft sind die Zahlen der Bewerber geringer und die Chancen auf ein Stipendium daher besser. Wer sich ernsthaft für ein Stipendium interessiert, sollte sich die Bundestagsparteien einmal genau anschauen. Diese sind mit politischen Stiftungen verbunden, welche in der Regel sehr spendabel hinsichtlich der Förderung junger Studenten sind. Insgesamt werden in Deutschland mehr als 700 Stipendien angeboten.

(Redaktion)

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