Akademikerinnen bekommen wieder mehr KinderAkademikerinnen bekommen wieder mehr Kinder. Foto: Salih Ucar / PIXELIO
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Montag, 8. Oktober 2012

Geburtenrate steigt bei Akademikerinnen

Die Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung zeigt, dass Akademikerinnen wieder mehr Kinder bekommen – der Rückgang der Geburtenrate bei Frauen mit Hochschulabschluss ist derzeit gestoppt. Eine positive Entwicklung, die lange auf sich warten ließ.

Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung hat eine neue Studie veröffentlicht, aus welcher hervorgeht, dass Akademikerinnen wieder mehr Kinder bekommen. Der Fokus der Forscher lag bei dieser Studie auf den alten Ländern. Ein Grund für die schwache Geburtenrate bei Frauen mit einem Hochschulabschluss ist die lange Studienzeit. Frauen mit einem hohen Bildungsabschluss bekommen immer später Nachwuchs – ein Trend, den es in allen Industrieländern gibt.

So bekam im Durchschnitt eine 34-jährige Akademikerin im Westen im vergangenen Jahr bis zum Ende ihrer Fruchtbarkeit geschätzt 1,34 Kinder. Akademiker-Frauen im Westen, die vor zwei Jahrzehnten 34 Jahre alt waren, erwarteten im Durchschnitt in ihrem ganzen Leben 1,49 Kinder. Im Vergleich sieht die errechnete Rate der Wissenschaftler eher niedrig aus. Verglichen mit der Rate aus dem Jahr 2005, welche noch 1,24 Kinder pro Frau betragen hat, konnte ein leichter Anstieg festgestellt werden.

Die Akademikerinnen in Ostdeutschland brachten laut Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung hingegen mehr Kinder zur Welt. So hat eine 34-jährige Akademikerin im vergangenen Jahr im Laufe ihres Lebens hochgerechnet 1,61 Kinder erwartet und damit mehr als Frauen ohne Hochschulabschluss.

Im Vergleich mit anderen Ländern Europas liegt Deutschland mit seiner Geburtenrate zwar im Mittelfeld, doch Länder wie Irland, Frankreich oder Norwegen weisen mit Geburtenraten von etwa zwei Kindern pro Frau deutlich bessere Werte auf.

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr insgesamt 662.685 Babys geboren, ermittelten die Statistiker des Bundes aus Daten der Standesämter. Vor knapp 20 Jahren sah das noch ganz anders aus: In dieser Zeit kamen fast 170.000 Kinder mehr zur Welt. Der Grund hierfür ist, dass die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter in diesem Zeitraum um knapp eine Million schrumpfte.

(Redaktion)

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