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Donnerstag, 11. Oktober 2012

Von der Uni direkt in die Freiberuflichkeit?

Lange galt die Entscheidung, sich direkt nach dem Abschluss als Freiberufler selbstständig zu machen,  als wagemutig oder gar unmöglich, eine gewisse Erfahrung im Arbeitsumfeld war unerlässlich. Dies jedoch ändert sich in Zeiten, in denen Fachkräfte händeringend gesucht werden.

Besonders für die Ingenieurbranche, aber auch in der IT-, Beratungs- und Kreativbranche verschärft sich der Fachkräftemangel und somit auch der so genannte „War for talents“.

Der Branchenverband der Ingenieurbranche VDI spricht von einer Ingenieurlücke und rund 80.000 unbesetzten Stellen. Jedes fünfte Unternehmen ist im Ausland aktiv auf der Suche nach Hochschulabsolventen – das besagt die Jobware Hochschul-Recruiting-Studie 2012. Diese Zahlen machen deutlich, was viele Unternehmen bereits seit längerem spüren: Fachkräfte sind „Mangelware“ geworden.

Das hat zur Folge, dass Absolventen verstärkt in der Lage sind, sich sowohl den Arbeitgeber als auch die Anstellungsform auszusuchen und so den Schritt in die Freiberuflichkeit wagen zu können.

Vorteile des Daseins als Freiberufler sind vor allem Selbstbestimmung, Flexibilität, Abwechslungsreichtum der Aufgaben und Projekte. Aber: Die Freiberuflichkeit ist auch eine Sache der Persönlichkeit. Wer das Gefühl der Sicherheit braucht oder sich nicht vorstellen kann, nicht zu wissen, welche Aufgaben nächsten Monat auf dem Schreibtisch liegen, ist vielleicht nicht geschaffen für die Freiberuflichkeit.

Wer den Weg in die Selbstständigkeit wagt, scheint aber sehr zufrieden mit seiner Tätigkeit zu sein. Laut der Studie „Leben und Arbeit im (Un)Gleichgewicht“ des SOLCOM Online Magazins sagten 98,3 Prozent der Befragten aus, sie empfänden ihre Tätigkeit als Freiberufler als positiv oder sehr positiv. Die im Vergleich mit angestellten Arbeitnehmern teilweise überdurchschnittliche Stundenzahl wurde nicht als Belastung empfunden – im Idealfall ist die Arbeit schließlich selbst gewählt und sozusagen „für einen selbst“ – während Faktoren wie Selbstbestimmung, Familie und Erfolg als besonders wichtig bewertet wurden. Beinahe die Hälfte der Befragten gab an, sie seien zufrieden mit der Work-Life-Balance.

(Redaktion)

Eine Antwort auf Von der Uni direkt in die Freiberuflichkeit?

  1. Marius sagt:

    Hallo, der Beitrag ist sehr interessant!
    Also ich bin zwar auch noch nicht so lange als Freelancer tätig, denke jedoch, dass es ein guter Einstieg ist, sich auf einer Freelancer Plattform zu registrieren und von dort dann die ersten kleine Projekte an Land zu ziehen. Das geht unkompliziert und man hat auch bez. Stundenlohn, Qualifikationen usw. einen guten Vergleich zu den Konkurrenten. Meiner Meinung nach der beste Start!
    LG
    Marius

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