Münster in WestfalenÄrger an den Unis: Masterabsagen frustrieren Bachelorabsolventen. Foto: Erich Westendarp / PIXELIO
News | Studium
Mittwoch, 24. Oktober 2012

Ärger um Master-Studienplatz

Nach dem Bachelor folgt für viele Studenten ein Master-Studium. Doch die Master-Plätze sind heißbegehrt und nicht alle haben das Glück, einen Platz zu ergattern. Die Auswahlkriterien der Unis sind nicht immer für die Studenten nachvollziehbar und stehen stark in der Kritik.

Viele Studenten erhalten in diesen Tagen eine Absage für ihren Masterstudiengang, obwohl die Absolventen die nötigen Aufnahmekriterien erfüllen – allerdings scheinen die Kriterien schwammig und ungenau. Besonders betroffen sind vor allem Bachelor-Absolventen der Fächer Psychologie, BWL und Absolventen von Lehramtsstudiengängen.

Der Grund für die vielen Absagen ist eine Fehlkalkulation des Gesetzgebers. Die Nachfrage nach Masterplätzen übersteigt das Angebot deutlich. Danach streben drei Viertel der Studenten nach ihrem Bachelor einen Masterabschluss an. Die Kultusministerkonferenz betonte 2011, „dass ein 1:1-Übergang vom Bachelor- in das Masterstudium weder der Idee der Bologna-Reform entspricht noch dem Interesse aller Studierenden und auch nicht dem Bedarf des Arbeitsmarktes“.

Die Unis haben in sehr vielen Fällen die Kriterien auf Bewerber aus dem eigenen Haus zugeschnitten. Das kann jedoch zur Folge haben, dass eine Hochschule ihre Zulassungsordnung dermaßen festzurrt, dass zwischenzeitlich die eigenen Studenten die Hürden nicht überspringen konnten.

Laut Welt Online bewarben sich alleine in Münster 1.800 junge Leute für 150 BWL-Plätze. Diese Bewerbungen sahen allerdings nicht zuständigen Professoren durch, sondern vielmehr die wissenschaftlichen Mitarbeiter. Und auch die Auswahlkommission prüfte diese Selektion nur stichprobenartig.

Letzte Chance: Klage gegen Uni

Studenten, welche aus unbekannten Gründen abgelehnt wurden, haben die Möglichkeit, einen Studienplatzeilantrag zu stellen. Allerdings verspricht dieser wenig Aussicht auf Erfolg.
Eine letzte Chance auf einen Master-Studienplatz bietet eine Klage gegen die entsprechende Universität. Denn nur wenn der Student klagt, hat ein solcher Eilantrag zu 85 Prozent der Fälle eine Erfolgschance.

(LT)

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