Tradition und Zukunft: Bayern will studierte Fachkräfte im Land halten - und andere zurückholen.Tradition und Zukunft: Bayern will studierte Fachkräfte im Land halten - und andere zurückholen. Foto: Manfred Walker / PIXELIO
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Montag, 29. Oktober 2012

Fachkräfte sollen zurück nach Bayern

Fachkräfte sind einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für eine florierende Wirtschaft werden – und werden zunehmen zu einem Engpass. In Bayern soll eine Initiative jetzt Fachkräfte zurück in den Freistaat locken.

Nach einer aktuellen Umfrage fehlen allein in Bayern bis zum Jahr 2015 etwa eine halbe Million Fachkräfte. Mit zwei Initiativen will die bayerische Staatsregierung diesem Mangel abhelfen und dafür sorgen, dass die Wirtschaft auch weiterhin florieren kann.

„Return to Bavaria“ soll kluge Köpfe für Bayern aus dem Ausland zurückholen. Wie Wirtschaftsminister Martin Zeil bei der Vorstellung seiner Rückholaktion verlauten ließ, bietet Bayern beste Lebens- und Arbeitsbedingungen. Wer als Fachkraft aus dem Ausland nach Bayern zurückkomme, nehme hier niemand einen Arbeitsplatz weg. Im Gegenteil, er schafft neue Arbeitsplätze und damit auch neuen Wohlstand. Bis zu 6,6 Milliarden Euro jährlich gingen dem Mittelstand in Bayern jährlich verloren, weil er nicht genügend Fachkräfte finden könne. Deshalb müsse die Staatsregierung aktiv werden und neue Wege beschreiten.

Dies will der Minister jetzt mit der Gründung einer zentralen Anlaufstelle für an der Rückkehr interessierte Fachkräfte tun. Hier könnten sie sich beraten lassen, damit die Schranken zur Rückkehr schnell abgebaut werden. Hier sollen sie aus einer Hand alle Auskünfte bekommen können, um sofort erfolgreich einsteigen zu können.

Minister Martin Zeil sprach sich ebenfalls dafür aus, die Zuwanderung nach einem Punktesystem zu steuern. Auch das sei ein gutes Mittel, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Die zweite Initiative des Ministers zielt auf die ausländischen Studenten ab, die an den bayerischen Hochschulen und Universitäten studieren. „Study and stay in Bavaria“ soll sie noch während des Studiums dazu bewegen, nach dem Abschluss in Bayern zu bleiben und sich hier die Brötchen zu verdienen. Für die Studenten aus den Nachbarländern gebe es genügend Gelegenheiten, für ein weiß-blaues Unternehmen zu arbeiten. Und auch die Sprache sei heute bei Weitem nicht mehr ein so großes Hindernis wie früher – die bewusst gewählten englischen Namen der Initiativen beweisen es.

(Redaktion)

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