Annette SchavanUni Düsseldorf prüft weiter Plagiatsvorwürfe gegen Bundesbildungsministerin Schavan. Foto: AndreasSchepers / Wikimedia / cc-by-sa 3.0
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Mittwoch, 7. November 2012

Plagiatsvorwürfe gegen Schavan: Uni Düsseldorf entschuldigt sich

Die Debatte um den Plagiatsvorwurf gegen Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) spitzt sich zu, unterdessen entschuldigte sich die Universität Düsseldorf für das frühzeitige Bekanntwerden des Gutachtens und betont, dass in dem Plagiatsfall noch nichts entschieden sei.

Bereits seit Monaten stehen die Plagiatsvorwürfe gegen die Bundesbildungsministerin im Raum. Der Promotionsausschuss der Universität Düsseldorf beriet jetzt über den möglichen Täuschungsversuch seitens Schavan. Noch ist allerdings nichts entschieden und die Prüfung der Vorwürfe läuft weiterhin. Der Rektor der Hochschule, Michael Piper, bedauerte gleichzeitig, dass vorab Teile des Sachverhaltsberichts von Judaistik-Professor Stefan Rohrbacher bekannt geworden sind. Ob ein weiterer Prüfer hinzugezogen wird, ist derzeit noch offen. Fehler im bisherigen Prüfungsverfahren streitet die Uni Düsseldorf jedoch ab.

Die Hochschule hat sich inzwischen bei der Bildungsministerin für die Veröffentlichung des Sachverhaltsberichts entschuldigt. Der Sachverhaltsbericht war nur für den Promotionsausschuss bestimmt gewesen, weswegen die Universität Düsseldorf nun Anzeige gegen unbekannt wegen Indiskretion erstattete.

Diskussion wegen Plagiatsvorwurf in Berlin

Bildungsministerin Schavan kündigte bei ihrem Besuch in Israel an, sie werde kämpfen. Auch die Koalition bestärkt Schavan: „Es dürfe keine Vorverurteilung geben“, sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe „der Welt“. Seitens der Opposition mehren sich hingegen die kritischen Stimmen. Die SPD fordert den Rücktritt Schavans, da ihr Ruf als Bildungsministerin durch die Vorwürfe schon jetzt „irreparabel beschädigt“ sei, so der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann in der „Rheinische Post“.

Die Universität darf nun, nach eigenen Angaben, keine vorläufigen Ergebnisse der Prüfung mehr bekannt geben, dies bewirkte Schavan durch ein Schreiben ihrer Anwälte.

(Redaktion)

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