VogelAuch für Studenten gilt: der frühe Vogel fängt den Wurm. Über Einstiegsgehälter sollte sich deswegen bereits vor dem Studium informiert werden. Foto: Jürgen Treiber / PIXELIO
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Montag, 3. Dezember 2012

Jobaussichten nach dem Studium: Gehälter driften auseinander

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ gilt auch in Sachen Jobaussichten nach dem Studium. Wer schlau ist, informiert sich deswegen bereits vor dem Studium darüber, wie die Lage auf dem Arbeitsmarkt aussieht und welche Gehälter üblich sind, denn die Unterschiede in Bezug auf Fach und Hochschulform sind zum Teil gravierend.

Natürlich spielt auch die Studiendauer beim Einstiegsgehalt eine Rolle, wie das wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung aufgrund einer Online-Befragung von Studienabsolventen ermittelte. Danach liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt für den Magister bei 2.618 Euro im Monat; Sonderzahlungen sind hierbei nicht berücksichtigt. Der Universitäts-Bachelor bringt durchschnittlich 2.889 Euro. Deutlich besser bezahlt wird der Bachelorabschluss an einer Fachhochschule mit immerhin 3.301 Euro; er liegt auf gleichem Niveau wie der Diplomabschluss an einer Fachhochschule. Das Diplom an einer Universität liegt mit 3.415 Euro nur knapp über dem Durchschnitt aller Studienabschlüsse von 3.401 Euro. Überdurchschnittlich wird der Master FH mit 3.583 Euro und der Master Uni mit 3.682 Euro bezahlt. An der Spitze liegen die promovierten Akademiker mit 4.222 Euro im Monat.

Frauen immer noch im Nachteil

Eklatanter als die Unterschiede zwischen den Abschlüssen sind aber einige andere Vergleiche. So liegen die Einstiegsgehälter für weibliche Akademiker noch immer um etwa 25 Prozent unter denen ihrer männlichen Kollegen. Und auch das West-Ost-Gefälle ist noch nicht beseitigt. Danach werden im Westen rund 20 Prozent mehr verdient als im Osten. Hier dürfte allerdings auch die Tarifbindung zu Buche schlagen. Hier liegt der Unterschied im Durchschnitt bei 17 Prozent, die bei Tarifbindung mehr bezahlt werden.

Nachfrage lässt Gehälter steigen: Ingenieure werden gesucht und gut bezahlt

Am besten verdienen Elektroingenieure und Wirtschaftsingenieure mit rund 4.540 bzw. 4.290 Euro im Monat. Am Ende liegen die Architekten mit 2.460 Euro und Sozialpädagogen mit 2.760 Euro. Und ebenso spielt die Branche eine Rolle. Hier liegt der Bankensektor mit rund 4.400 Euro an der Spitze, nur knapp über den Einstiegsgehältern im Fahrzeugbau und in der chemischen Industrie. Die Datenverarbeitung und die unternehmensbezogenen Dienstleistungen liegen ebenso wie der öffentliche Dienst im Mittelfeld. Das Schlusslicht bilden die Bau- und Druckindustrie, Verlage und der Bereich Kultur/Sport/Unterhaltung.

(Redaktion)

Eine Antwort auf Jobaussichten nach dem Studium: Gehälter driften auseinander

  1. Frank sagt:

    Das schlimmste ist, dass die Absolventen auch mit falschen Erwarungen von der Uni / FH gehen. Eine Studie hat aufgezigt das extrem viele Fakultäten das Einstiegsgehalt viel zu hoch angesetzt haben. Quelle: http://www.gehalt.de/news/Absolventengehaelter-Haeufig-falsche-Erwartungen-an-das-erste-Gehalt
    Was zu die Frauen angeht, so stimme ich ebenfalls zu. Die Gehaltsunterschiede sind extrem hoch. Spizenverdiener wie Ärzte erhalten 20 % mehr an Gehalt wie die Frauenärzte

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